Geld aus Diebesbeute: Warum Biber ihren Damm mit Dollarscheinen renovieren
zuletzt aktualisiert: 16.11.2004 - 15:36Greensburg/USA (rpo). Der Begriff "Geldwäsche" muss nicht immer im übertragenden Sinne gemeint sein. Im US-Staat Louisiana jedenfalls zeigte sich die örtliche Polizei baff erstaunt. Mehrere Biber stopften die Löcher ihres baufälligen Damms sorgsam mit etlichen Dollarscheinen. Doch woher stammte das wertvolle Füllmaterial?
Die Dollarnoten zur aufwendigen Damm-Sanierung stammten aus einem gestohlenen Geldsack. "Sie haben die Noten nicht zerrissen, sie waren noch vollständig", sagte ein Polizeisprecher am Montag. Das Geld stammte aus einem Casino in Greensburg. Die Diebe hatten ihre Beute - insgesamt rund 70.000 Dollar (54.000 Euro) - in einem Bach versteckt.
Nach dem Diebstahl in der vergangenen Woche suchte die Polizei zunächst tagelang ergebnislos nach dem Geld, bis sie einen Hinweis von einem Anwalt erhielt. In der Hoffnung, für seinen Mandanten einen Strafnachlass aushandeln zu können, führte der Anwalt die Polizei auf die Spur zu dem Bach. Die Beamten durchsuchten den Bach und fanden zwei der vermissten Geldsäcke, ein dritter blieb verschwunden.
Schließlich begannen die Beamten, den Biberdamm abzubauen, um einen dahinter liegenden Teich trockenzulegen. Dabei fanden sie dann die Geldscheine, die die Biber fein säuberlich in die Zweige und Äste ihres Bauwerks integriert hatten. Auch der nicht vollständig geleerte Geldsack wurde letztlich entdeckt. "Die Leute vom Casino waren begeistert, das Geld zurückzubekommen - auch wenn einiges davon nass war", sagte der Polizeisprecher.
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