Bohlen-Überfall: Wie viel Geld war wirklich im Tresor?
zuletzt aktualisiert: 24.08.2007 - 11:07Recklinghausen (RPO). Knapp neun Monate nach dem Überfall auf Musikproduzent Dieter Bohlen müssen sich die mutmaßlichen Täter einem Gerichtsprozess stellen. Dabei geht es nicht nur um Schuld oder Unschuld, sondern auch um die Frage, wie viel Geld Bohlen den Tätern wirklich aushändigen musste.
In der zehnseitigen Anklageschrift werde Tom F. und Osman Z. vorgeworfen, am 11. Dezember 2006 in die Villa des Musikproduzenten im niedersächsischen Tötensen eingedrungen zu sein, sagte Christian Kuhnert, Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum, am Freitag auf ddp-Anfrage. Der Prozess beginnt am 30. August.
Dabei sollen die maskierten Täter Bohlen, seine 23-jährige Freundin, die Haushälterin und den Gärtner mit einer Schusswaffe sowie einem Messer bedroht haben. Anschließend fesselten sie die vier Opfer und flüchteten laut Anklageschrift mit einer Beute von 30.000 Euro.
Die Beweisaufnahme müsse nun klären, wie viel Geld tatsächlich aus dem Tresor des Produzenten gestohlen worden sei, betonte Kuhnert. Bohlen, der am 3. September als Zeuge vor dem Landgericht aussagen soll, hat bei der Polizei einen Schaden von etwa 60.000 Euro angegeben. Sein Gärtner hingegen soll laut Medienberichten bei der Polizei ausgesagt haben, dass Bohlen während des Überfalls zu einem der Täter gesagt habe, dass 40.000 Euro Beute doch genug seien.
Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage mit fünf Zeugen angesetzt. Tom F. und Osman Z., die aus Recklinghausen stammen und zum Tatzeitpunkt 17 und 18 Jahre alt waren, droht nach dem Jugendstrafrecht eine Höchststrafe von zehn Jahren Haft.
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