Laut Anda rechtmäßig abgelaufen: Zoff um Schröder-Adoption
zuletzt aktualisiert: 17.09.2004 - 14:27Berlin (rpo). Ist bei der Adoption eines kleinen russischen Mädchens durch den Bundeskanzler alles mit rechten Dingen abgelaufen? Regierungssprecher Béla Anda sagt ganz klar "Ja" und tritt anders lautenden Spekulationen entgegen. Die Organisation Terre des Hommes hatte kritische Fragen angekündigt, die ihr vom Kanzler jedoch gerichtlich verboten wurden.
Es sei alles "absolut gesetzestreu" gelaufen und nach Recht und Gesetz abgewickelt worden, sagte Anda am Freitag in Berlin. Per einstweiliger Anordnung war Terre des Hommes verboten worden, sich am Donnerstag zu dieser Adoption zu äußern. Die Organistaion hatte bei einer Pressekonferenz die Einhaltung von Standards bei Auslandsadoptionen angemahnt. Das Kinderhilfswerk hatte zuvor kritische Fragen zur Kanzler-Adoption angekündigt.
Kein Vorwand der Pressefreiheit rechtfertige es, das Persönlichkeitsrecht eines kleinen Kindes zu verletzen, sagte Anda. Die einstweilige Verfügung sei nur ergangen, um klarzustellen, dass dieses Recht nicht gebrochen werden dürfe. Ansonsten habe Terre des Hommes über den gesamten Bereich Auslandsadoptionen ihre Pressekonferenz abhalten können. Die Adoption bleibe Privatsache des Kanzlers und seiner Frau.
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