Vorbilder: Lisa: Xavier Naidoo, Bono - und auch meine Eltern
VON LISA REUTER AUS GOCH - zuletzt aktualisiert: 26.04.2007 - 14:45Idole und Vorbilder: Fast jeder hat sie oder will sie, bewusst oder unbewusst. Diejenigen, die meinen, sie haben keine Vorbilder, liegen oftmals falsch. Denn welcher Mensch eifert nicht dem Handeln eines Menschen nach, der ihm wichtig ist oder dessen Handeln ihn beeindruckt? Im Wörterbuch steht unter „Idole“ folgende Definition: „Bild“: Götzenbild, Abgott, Trugbild. Es zeigt sich aber, dass das Wort „Idol“ in der Realität auch weitergehend interpretiert werden kann.
Auf der Suche nach Idolen beginnen die meisten bei den Menschen, die ihnen am nächsten liegen. Das sind Menschen, die durch die Medien zu Idolen gemacht werden, wie Tokio Hotel, Robbie Williams oder Madonna. Auf der Suche nach den „richtigen“ Idolen stößt man auf kontroverse Diskussionen. Wie definiert man „gute beziehungsweise „schlechte“ Idole? Wenn Jugendliche sich heute prominente Personen als Vorbild nehmen, imitieren und oftmals auch nicht vor deren schlechten Benehmen halt machen, wird dies bei vielen in die Kategorie „schlechtes“ Vorbild eingeordnet. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass man bei diesem Typ von Vorbild seine eigene Persönlichkeit fallen lässt.
Jeder sollte seinen eigenen Charakter entwickeln und nicht den eines anderen Menschen kopieren. Wenn man anfängt, einen anderen Menschen zu kopieren, ist es für die Freuende schwer, den eigentlichen Menschen, der in einem steckt, zu finden. Vorsicht gilt bei den Menschen, die sich so in ihr Starleben versteift haben, dass sie ihr eigentliches Ich fallen lassen. Bei den Stars ist für mich Xavier Naidoo eines der besten Vorbilder. Xavier Naidoo begegnet seinen Mitmenschen mit einer sehr großen Nächstenliebe.
Ich bin davon überzeugt, dass jeder ein Vorbild hat. Wenn Vorbilder sich der Rolle, die sie im Leben anderer spielen, bewusst sind, sollten sie besonders auf ihr Handeln achten. Es kann jedoch auch passieren, dass Vorbilder die Rolle, die sie im Leben anderer spielen, ausnutzen. Wenn das passiert, werden viele Menschen dadurch verletzt. Wenn ich überlege, was für mich ein gutes Idol ausmacht, komme ich auf Menschen, die mit meinen Werten übereinstimmen und die gleiche Vorstellung vom Leben haben. Idole sind für mich Menschen, die ihren Weg gehen, dabei ihr Ding durchziehen, einen integren Charakter haben und doch sensibel für andere Menschen sind.
Gehe ich der Frage auf den Grund, erkenne ich, dass mich Menschen erstaunen, die authentisch das leben, was sie auch sagen. So reichen meine Idole von meinen Eltern, die ihre Nächstenliebe praktisch leben, bis hin zu Bono von U2, der gegen die Armut der Menschen kämpft. „Cool“, denke ich, wenn ich Berichte über solche Menschen lese. So will ich auch sein. Jeder kann stolz darauf sein, wenn er ein Vorbild ist. Er sollte jedoch darauf achten, dass er seiner Rolle gerecht bleibt.
Lisa Reuter ist eine von vier glücklichen Gewinnern, die als Schülerreporter für RP Online und die Rheinische Post zur Bravo Super Show gehen.
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