Frankfurt/Main (rpo). In Frankfurt am Main hat der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) die Landesverbände Berlin und Brandenburg per Abstimmung ausgeschlossen. Mehr als drei Viertel der 290 anwesenden Stimmberechtigten entschieden sich für den Ausschluss.
Der Deutsche Journalisten-Verband war kurzfristig um zwei Landesverbände ärmer. Foto: AP
Damit seien die "Weichen für den Neuanfang in Berlin und Brandenburg gestellt", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.
Für den Ausschluss Berlins stimmten 243 von 284 Delegierten, für den Ausschluss Brandenburgs, an dem die Berliner DJV-Delegierten nach DJV-Angaben nicht mehr teilnahmen, stimmten 244 für den Rauswurf. Beiden Landesgruppen wurde vorgehalten, wissentlich gegen die Interessen der Berufsvereinigung verstoßen zu haben.
Der Abstimmung war eine sechsstündige teils emotional geführte Debatte vorausgegangen. Der Bundesvorstand hatte den Ausschluss wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten bei den Vorstandswahlen in Berlin und Brandenburg beantragt. Der DJV hielt ihnen vor, durch die Aufnahme neuer Mitglieder vor der Wahl diese beeinflusst zu haben. Zudem werden dem stellvertretenden Brandenburger Vorsitzenden Torsten Witt Kontakte zur rechtsextremen Szene nachgesagt.
Unmittelbar nach dem Verbandstag begann laut DJV die Gründungsversammlung des neuen Landesverbandes in Berlin.