Stefan Raab sucht den Grand-Prix-Teilnehmer: Deutschland entdeckt seine heimlichen Stars
VON CAROLA SIEDENTOP - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010 - 07:32Düsseldorf (RPO). Diese Casting-Show macht richtig Spaß: Junge Talente singen schöne Songs, das Ganze ohne viel Schnörkel drumherum. Dazu eine Jury, die wirklich Interesse an Musik und den Nachwuchssängern hat. So einfach kann gute Unterhaltung sein. Stefan Raab, Sarah Connor und Peter Maffay suchten Deutschlands Star für Oslo, Teil zwei.
Die Castingshow für den internationalen Sangeswettbewerb ist eine runde Sache mit hohem Unterhaltungswert, die ohne Krawall auskommt. In mehreren Sendungen müssen sich die Teilnehmer für den Eurovision Song Contest am 29. Mai in Norwegen beweisen.
Schräge Vögel und gescheiterte Existenzen wie bei "Deutschland sucht den Superstar", haben bei der Prosieben/ARD-Kooperation keine Chance. Nur echte Talente dürfen sich vor den fachkundigen Juroren beweisen. Und das sind keine leeren Versprechen. Fünf Bewerber haben es bereits durch die erste Runde geschafft, am Dienstag kamen weitere fünf dazu. Die Jury urteilt, doch das Publikum hat das letzte Wort darüber, wer weiterkommt.
Anders als bei der Konkurrenz, wird in der Jury nicht gepöbelt. Man urteilt sachlich und durchaus liebevoll. Das gerät zuweilen ein bisschen dröge, doch Raabs Frotzeleien lockerten immer wieder auf. Er fragte Altrocker Maffay, welche Musik er privat denn gerne höre -- und brachte Pink und Lady Gaga ins Gespräch. "Du bist ja auch so ein Fashion-Typ", ulkte Raab. Maffay antwortete diplomatisch, Pink sei wirklich phantastisch - und schwieg zu Gaga.
Auch unter den Kandidaten finden sich kaum Klischees oder Star-Doppelgänger sondern viele Typen mit Profil. Das Prosieben-Flagschiff Raab freute sich beispielsweise darüber, dass in Straßenmusikerin Maria-Lisa Straßburg jemand dabei war, der "weitab vom Tussi-Alarm" ist. Sie ist in der nächsten Runde, ebens so wie die mit jüngste Kandidaten Jennifer Braun. Die 18-Jährige sang "I'm Outta Love" von Anastacia.
Auch Zahntechniker Behnam Seifi überzeugte durch Natürlichkeit. Der 28-Jährige sang "Save Room" von Jack Legend mit einer tollen soulig-rauchigen Stimme. "Sehr männlichen", fand Peter Maffay. Der gebürtige Iraner trug als Zeichen der Sympathie ein grünes Armband als Symbol für die dortige Oppositionsbewegung.
Christian Durstewitz überzeugte mit seiner Version von George Miachelas "Faith" und seiner schrägen, coolen Art. Er war für alle drei Juroren ein heißer Favorit -- und kam weiter. Sharyhan Osman traute sich an "I' ve nothing" von Whitney Houston. "Da kriege ich immer unheimliche Angst", sagte Stefan Raab, denn normalerweise ende ein Vortrag solch schwerer Songs grausam. Doch davon keine Spur bei Sharyhan. Auch Sarah Connor lobte: "Mit ist nichts aufgefallen, was daneben lag".
Das sahen die Zuschauer wohl ebenso und wählten sie weiter. Verblüfft und erfreut waren alle von Leon Taylor, der als einziger eine deutsche Nummer sang - Herbert Grönemeyers "Der Weg". Das wurde mit einer Fahrkarte in die nächste Show belohnt.
Bei allem Lob für die Show: Was nervt, sind die häufigen Werbe-Unterbrechungen und die scheinbar endlose Zeit, bis es eine Entscheidung gibt. Denn auch wenn die Kandidaten toll singen können, der Smalltalk mit ihnen - und der Jury - bis zum endgültigen Ergebnis ist extrem ermüdend.
genau das ist der Punkt. Das war früher aber ohne ''Ostblock'' auch schon zu beobachten. Nur da hat sich keiner aufgeregt, als DE von AT und CH je ''12 Points'' bekommen hat ;-) Das sind...
Es ist egal wen Raab und Konsorten nach Oslo schicken, Deutschland wird bei diesem Kontest niemals eine reelle Chance haben. Die Gründe dafür dürften jedem, der die Desaster der letzten Jahre...
Wenn man die Kandidaten kritisieren will, dann ist dies nur auf hohem Niveau möglich. Wo waren all diese Talente in den ganzen Jahren??? Niemand von den 20 Sängern war ein Ausreißer, alle haben...
- Partnersites
- Kölner Stadt Anzeiger
- Express
- Kölnische Rundschau
- Kalaydo
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik,
Wirtschaft, Panorama, Sport, Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft,
Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten
Bilder, Kolumnen und Hintergrundberichte.




































