München (RPO). Erst bezeichnete Gabriele Pauli die Bilder als "Fotokunst" - jetzt wirft sie der Zeitschrift vor, sie getäuscht zu haben. In einem offenen Brief an die Redaktionsleitung des Magazins zeigte sich Pauli am Mittwoch enttäuscht "über die Art der journalistischen Aufmachung und Darstellung der Bilder". Die Methoden der Zeitschrift seien "untragbar", betonte Pauli.
Sie sei stets von einer absolut ernsthaften Aufmachung der Fotostrecke ausgegangen und habe erwartet, "dass Sie auch bei der Reportage über mich entsprechendes Niveau und Professionalität zeigen".
In jedem Fall hätte nach Einschätzung der Landrätin die "provokante Aufmachung" mit ihr abgesprochen werden und der Text zur Autorisierung vorgelegt werden müssen. Ihr privates Büro habe mehrfach darum gebeten, den Text und die Fotos vorab zu erhalten. Während Fernsehsender und Zeitungen aber bereits mit Abzügen beliefert worden seien, "kam bis heute kein offizieller Abzug von Ihrer Redaktion".
Der Stil des Magazins erwecke bei ihr "leider den Eindruck, dass zur Steigerung der Auflage und des Bekanntheitsgrades ein Weg gewählt wurde, der die Grenze seriöser Berichterstattung überschreitet, ungeachtet des Ansehens meiner Person". Sie erwarte von der Redaktionsleitung eine umgehende Stellungnahme.
Am Mittwoch kritisierten CSU-Politiker die Fotos. "Ihr Verhalten ist indiskutabel. Damit hat sie sich selbst gerichtet", sagte der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis erklärte demselben Blatt, Politik müsse ein gewisses Maß an Seriosität bewahren. "Frau Pauli hat diese Seriosität verletzt", sagte Geis und fügte hinzu: "Sie kann nicht damit rechnen, auf diesem Weg höhere Ämter in der CSU zu erreichen."
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Quelle: ap