Düsseldorf (RPO). Die Popstars-Folge verbreitet ein wenig Angst. Angst, dass am Ende keiner mehr da ist. Die ProSieben-Casting-Show ist langweilig. Spannend bleibt die Frage "Wer geht denn nun als nächster?".
Der erste Ausstieg war dramatisch. Da sitzen die Mädels am Morgen alle zusammen, warten auf die Jury, um dann zu den Proben zu fahren. Doch es kommt anders. Detlef D. taucht auf, geht zu Victoria, streichelt sie und sagt, oben warte ein Telefonat auf sie.
Victoria geht die Treppe hoch und wird in der Sendung nicht mehr gesehen. Detlef klärt die übrigen Mädels auf: "Liebe Mädchen. Manchmal passieren im Leben Dinge, die nicht passieren sollen. Und sowas ist der Victoria heute passiert. Ihre Mutter ist gestorben." (siehe Sonderbericht)
Der Schock sitzt tief. Verständlich. Fünf bis sieben Minuten dauert die Trauer um Victorias Mutter, in Echtzeit gut einen Tag. Dann heißt es: The Show must go on.
Darf Fernsehen so etwas? Muss der Tod der Mutter vor laufender Kamera thematisiert werden? Es ist tragisch, wenn ein lieber Mensch stirbt. Und natürlich muss so etwas mit möglichst großem Respekt vor den Betroffenen behandelt werden. Bei aller Vorab-Kritik kann man Prosieben hier keinen Vorwurf machen. Dass die Meldung vorab den Weg in die Medien gefunden hat, als Quotenturbo sozusagen, hinterlässt einen üblen Beigeschmack.
Jede Castingshow hat eine Zicke, ob männlich oder weiblich. Bei "Popstars" ist das Roya. Roya macht nur das, was sie will. Wenn sie keine Lust hat zu proben, dann frühstückt sie länger, geht an den Pool und erzählt nachher, ihr sei furchtbar schlecht gewesen. Der Jury platzt die gemeinsame Hutschnur. Roya wird rausgeschmissen. Wieder eine weniger.
Dann kommt auch noch Sido und verkündet "Mädels, ich bin jetzt raus aus der Show." Großes Ensetzen. Nummer drei weg? Aber dann gibt der Rapper Entwarnung, seine Tour gehe los, er komme aber wieder. Bevor er verschwindet, ruft er die Mädchen zusammen zum Gruppenkuscheln. Wie schön!
Ach ja, am Ende, nach den Auftritten wurde dann ja noch rausgewählt. Weil der Schwund in der Sendung aber schon so groß war, wurde nur Latoya mit einem Rückflugticket versorgt.
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