Autoball-EM 2008: Raab führt Deutschland zum Titel
VON JOHANNES BORNEWASSER - zuletzt aktualisiert: 07.06.2008 - 11:28Köln (RPO). 13.000 Fans in der ausverkauften Kölnarena. Eine EM-Stimmung, die ihresgleichen sucht. Vor dieser Traumkulisse hat sich Stefan Raab den ersten Titel bei der von ihm erfundenen ersten Autoball-EM gesichert. Die als Nonsens verspottete Veranstaltung sorgte am Freitag überraschenderweise für Spannung pur.
Für ihre jeweiligen Länder waren Prominente europäischer Herkunft an den Start gegangen. Die ein Mann starken Teams traten dann jeweils in einem Kleinwagen gegeneinander an. Ziel der Veranstaltung war es, einen übergroßen Ball mit dem Auto ins gegnerische Tor zu befördern. Blechschäden waren programmiert und auch der Ball musste dann und wann dran glauben.
Raab selber trat in Gruppe B an. Im letzten Aufeinandertreffen vor der Finalrunde stand das Match Deutschland gegen Östereich an. Während sich zahlreiche Gäste an die „Schande von Cordoba“ erinnerten, drehte Raab gegen Thomas Muster auf. Nachdem der Moderator zunächst noch einmal das Auto wechseln musste und Muster nach der Führung des Gastgebers egalisierte, setzte sich der gelernte Metzger am Ende durch und zog als souveräner Gruppensieger ins Halbfinale ein.
Hier zog zunächst Raabs Lieblingsgegner und Dauerrivale Joey Kelly für Irland gegen Sergej Babarez für Bosnien-Herzegovina ind Endspiel ein. Anschließend sicherte sich der deutsche Vertreter gegen Italiens Giovanni Zarella mit wenig Aufwand einen am Ende verdienten 5:3-Sieg das Final-Ticket.
Unter den Augen von Rocker Udo Lindenberg war der Führungstreffer dem Hausherren vorbehalten. Dann passierte jedoch das unerwartete: Raab unterläuft ein katastrophaler Schnitzer. Eigentor, 1:1.
Doch der Gastgeber drehte auf und traf zunächst bei vollem Tempo den Pfosten. Noch 89 Sekunden Spannung. Dann das erlösende Tor. Zumindest bei der Autoball EM 2008 ist Deutschland Europameister – und Raab einmal mehr der stolze Gewinner einer selbst erfundenen „Sportart“.
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