Paris (RPO). In Paris sind mal wieder die Meister los. Bei der Fashion Week steht dieser Tage die schillernde Welt der Haute Couture im Mittelpunkt. Altmeister Giorgio Armani macht den Anfang. Das Mode-Genie überraschte mit einem verrückten Bubble-Kleid und gruselig-düsteren Kreationen.
Der Italiener gilt als fröhlicher Mensch. Warum sollte der 75-Jährige auch schlechter Laune sein? Giorgio Armani wurde bereits im Jahr 2000 vom "Forbes"-Magazin zum erfolgreichsten Designer der Welt gewählt. Sein Unternehmen soll einen Gesamtwert von fünf Millionen Euro haben. Seinen internationalen Durchbruch schaffte er bereits 1980, als er Richard Gere für seinen Kino-Erfolg "Ein Mann für gewisse Stunden" von Kopf bis Fuß einkleiden durfte.
Ein fröhlicher Mann macht aber auch gelegentlich düstere Mode. Wie in diesem Jahr. Strenge Schnitte, einfarbige Stoffe, die eng wie eine Uniform auf der Haut liegen, dominieren die Arbeit von Giorgio Armani. Kein Schmuck, keine Ketten, keine Broschen, keine Accessoires. Die Models kämmen sich das Jahr streng zurück und fixieren es mit tonnenweise Haarspray. Niemand lächelt.
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Haute Couture
Haute Couture bedeutet "gehobene Schneiderei". Anders als Prêt-à-porter-Mode wird Haute Couture im Alltag kaum getragen. Die kunstvollen Schneidereien gelten als Eigenwerbung für große Modehäuser und dienen als Inspiration für "normale" Modemacher.
Für das einigermaßen verrückte Bubble-Kleid ist der Betrachter da schon dankbar. Über einem schlichten Cocktail-Dress drapierte der Altmeister eine Mischung aus Knisterpapier, Kleidersack und Ganzkörperkondom. Händeschütteln unmöglich, Schwitzen leider sehr wahrscheinlich. Aber zum Glück erwartet von der Frauenwelt niemand ersthaft, diese Kreatioen zu tragen. Nur gucken, nicht anziehen, lautet bekanntlich das Motto der Haute Couture.
Der Terminplan in Paris ist eng gestrickt. Bis zum Freitag zeigen die großen Labels ihre Haute Couture. Die tragbaren Herbst- und Winterkollektionen beginn am dritten März und dauern eine Woche.
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Quelle: csi/top