Damit Sie Bescheid wissen: Das müssen Sie im Sommer 2011 tragen
VON ANNE HEMMES - zuletzt aktualisiert: 26.07.2010 - 16:03Düsseldorf (RP). Bei der großen Modemesse CPD in Düsseldorf geben 480 Hersteller einen Ausblick auf die nächste Sommer-Mode. Es ist ein Stilmix der Jahrzehnte mit Overalls, Leggings und weichfließenden Stoffen. Wir zeigen Ihnen, was da auf Sie zukommt. Unterdessen hat der Gesamtverband Mode+Industrie angekündigt, dass die Preise für Textilien anziehen werden.
Auch in der nächsten Saison orientieren sich die Designer am Vergangenen. Während sich Technik und Wissenschaft immer schneller fortentwickeln, schaut die Mode zurück und schwelgt in Erinnerungen. "Sentimentale Rück-Sicht ist das Stichwort für den nächsten Sommer", sagt Alexander Radermacher, Pressesprecher der Igedo.
Dabei konzentrieren sich die Modemacher aber nicht nur auf eine Dekade, sondern mixen Elemente aus verschiedenen Jahrzehnten. Da trifft der Schick der 50er auf die Moderne der 90er Jahre. Farben und Muster werden wild kombiniert, ebenso wie unterschiedliche Stile und Formen. Auch die 80er sind wieder da – mit Schulterpolstern, gebatikten Jeans und Oberteilen sowie Leggings.
Und die Designer sind gnädig. Denn egal welcher Stil, die Mode wird bequem. "Die Leute haben keine Lust mehr, sich in hautenge Kleidung zu quälen, weil der Alltag schon stressig genug ist", sagt Radermacher. "Sie wollen eine bestimmte Bequemlichkeit." Das zeigt sich vor allem bei den Hosenformen: Sarouel-Hose und Jumpsuits sind weiter angesagt. Dazu kommen Cargopants mit aufgesetzten Taschen und Hosen mit ganz viel Beinfreiheit.
Auch Kleider sind weiter fester Bestandteil in den Kollektionen. Sie sind kurz oder zeigen Dekolleté und sind mit üppigen Blumenmustern geschmückt. "Die Mode ist sehr weiblich", sagt Radermacher. Das zeigt auch die große Farbpalette mit vielen Nude- und Rosétöne.
Ein Dauertrend bleibt die Jeans. Hier kommt nächsten Sommer die "Karotte" aus den 70er Jahren zu neuen Ehren. Der weite Bund verspricht Bequemlichkeit, und das schmale Ende des Hosenbeins setzt die Fesseln in Szene – Schuhe mit Absatz vorausgesetzt. Obenrum bringen schmale und akkurat geschnittene Blazer den modischen Kontrast.
Kleidung wird teurer
Kleidung und Textilien werden nach Angaben des Gesamtverbandes Textil+Mode in den kommenden Monaten teurer. Grund seien steigende Rohstoff-, Lohn- und Logistikkosten. "Preiserhöhungen sind nicht mehr zu vermeiden", sagte Verbandspräsident Heinz Horn der Zeitung "Die Welt". Er rechne mit einem Preisanstieg um mindestens fünf Prozent. In einigen Bereichen werde sogar ein Plus von zehn Prozent und mehr nicht mehr ausgeschlossen.
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