Herbst-Winter-Mode mit Federhüten und Capes wie Musketiere - Lacroix entzündet Farben-Feuerwerk für neue "Couture pur": Gaultier bedient sich auch historischen Elementen
zuletzt aktualisiert: 08.07.2004 - 20:37Paris (rpo). Capes und Umhänge, Federhüte und Reitspiefel, Trenchcoat und Parkas - Jean-Paul Gaultier präsentierte am Donnerstag, dem letzten Tag der Haute-Couture-Schauen in Paris, seine Winter-Kollektion 2004 mit Schneid und Schwung. Der mittlerweile 50-jährige Moderebell bediente sich hierfür bei den "Dre Musketieren".
Die Capes und Umhänge sowie Federhüte und Reitstiefel sollen die Bewegungsfreiheit der Frau auch nicht um einen Millimeter einschränken. Trenchcoats und Parkas wurden wie Umhänge mit Weite ausgestattet, Stiefel waren nur aus weichstem Antilopenleder, Kroko oder gar Strick gefertigt.
"Ich hatte Lust, mich mit dem Umhang zu befassen, er wird heutzutage nicht mehr getragen, obwohl er wirklich für völlige Bewegungsfreiheit steht", erläuterte Gaultier, der seine Karriere 1977 in einer Dachkammer begann. Am Donnerstag weihte der blonde Modemacher mit seiner Schau seine neue Zentrale im 3. Pariser Arrondissement ein, im früheren "Palast der Künste der Zukunft des Proletariats". Auch bei Gaultier durften berühmte Gäste nicht fehlen, neben Jane Birkin und Val Kilmer kam sogar die französische Schauspielerin Catherine Deneuve, die vertraglich verpflichtet ist, in der Öffentlichkeit nur Modelle von Yves Saint Laurent zu tragen - eine Marke, die in der Haute Couture allerdings nicht vertreten ist.
Bei allem Schwung und Schneid weiß aber auch Gaultier die Frauen sexy und feminin anzuziehen, so mit einem körpernahen Kleid in drapiertem Seidencrêpe oder einem Bustier-Kleid aus grauem Seidenmusselin, dessen Bustier in mühseliger Handarbeit aus Federn gefertigt wurde.
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