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Depression entwickelt sich mit Millionen betroffener Menschen immer mehr zur Volkskrankheit. Hier erfahren Sie sieben Fakten zu dieser psychischen Erkrankung.
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Wie viele Menschen sind betroffen?
Bereits heute sind der Weltgesundheitsorganisation zufolge weltweit 121 Millionen Menschen depressiv, in Deutschland beläuft sich die Zahl auf vier Millionen, so eine Studie des Bundesministeriums für Gesundheit. Tendenz steigend.
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Welches sind die Ursachen?
Auslöser kann eine Verlustsituation sein entweder von Menschen durch Tod oder Scheidung aber auch der Verlust von Fähigkeiten. Das geschieht mit zunehmendem Alter und chronischer Krankheit. Erwiesen ist aber auch, dass die Depression auf eine Stoffwechselstörung im Gehirn zurückzuführen ist, an der das sogenannte Serotonin beteiligt ist, ein Botenstoff in den Synapsen. Genetische Faktoren können begünstigend oder schützend wirken.
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Welches sind die Symptome?
Müdigkeit und Antriebslosigkeit, eine gedrückte Stimmung und Freudlosigkeit und Interessenlosigkeit sind nur die häufigsten Symptome. Dazu können etwa auch Schlafstörungen kommen, sowie Konzentrationsprobleme und körperliche Ausdrucksformen wie Mundtrockenheit, Verdauungsstörungen und Libidoverlust. In schweren Fällen leiden Erkrankte sogar unter Wahnvorstellungen und haben Suizidgedanken. Bei bipolaren Depressionen, wechseln sich die depressiven Episoden mit manischen, das heißt sich selbst überschätzende Phasen ab.
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Wie wird behandelt?
Drei Verfahren sind von den Krankenkassen inzwischen anerkannt. Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (sie umfasst 50 bis 80 Sitzungen) oder die sogenannte kognitive Verhaltenstherapie, die mit knapp 30 Stunden etwas kürzer ist. Hinzu kommt die medikamentöse Therapie.
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Wie wirken Medikamente?
Moderne Medikamente setzen dort an, wo eine der Ursachen für Depression vermutet wird: beim Serotonin-Stoffwechsel in der Synapse. Sie wirken vergleichsweise schnell, sind aber weniger nachhaltig. Inzwischen stehen mehrere Stoffgruppen zur Auswahl, als besonders erfolgreich mit vergleichsweise wenigen Nebenwirkungen haben sich die sogenannten „Selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer“ herausgestellt. Zwei Drittel der Patienten sprechen laut Expertenaussage auf eine Therapie an.
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Wie sind die Heilungschancen?
Jeder dritte Patient erleidet eine einmalige Depression und ist danach für den Rest des Lebens beschwerdefrei. Aber auch die anderen können nach erfolgreicher Behandlung besser mit den depressiven Episoden umgehen. Selbst in schweren Fällen, wenn Depression nicht ganz heilbar ist, lässt sie sich in der Regel zumindest kontrollieren.
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Wo findet man Hilfe?
Wichtig für Menschen, die an psychischen Erkrankungen leiden, können Selbsthilfegruppen sein, in denen Betroffene miteinander im Gespräch sind. Ein Verzeichnis dieser Gruppen gibt es unter www.selbsthilfenetz.de. Das Verzeichnis ist alphabetisch nach Erkrankungen geordnet.