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Kennen Sie die chemische Formel C2H5OH?
Nein? Dabei gehören Sie sicher auch zu den Leuten, die diese Verbindung mehrfach in der Woche zu sich nehmen. Und es genießen. Und vielleicht am nächsten Tag bereuen, dass Sie zu viel davon hatten. Bei der Formel handelt es sich um Ethanol, umgangssprachlich Alkohol. Erfahren Sie bei uns, was sich in punkto Alkohol zu wissen lohnt.
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Was ist Alkohol?
Alkohole bestehen aus Kohlenstoff, Sauerstoff und Wasserstoff. In der Chemie werden diejenigen organischen Verbindungen als Alkohole bezeichnet, die eine Hydroxyl-Gruppe (-OH) enthalten.
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Welche Arten gibt es?
Sehr viele Alkohole sind für den Menschen giftig, zum Beispiel Methanol. Es gibt aber auch ungiftige wie Glycerin oder die Zuckeralkohole. Wenn umgangssprachlich von "Alkohol" geredet wird, ist in der Regel Ethanol (C2H5OH) gemeint.
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Wie entsteht Alkohol?
Alkohol entsteht unter anderem, wenn zucker- oder stärkehaltige Substanzen durch Hefe oder andere Bakterien vergären. Dieser Entstehungsprozess wird seit Jahrtausenden kontrolliert eingesetzt - Weintrauben werden zu Wein, Malz und Hopfen zu Bier, Getreide zu Schnaps. Der Alkoholgehalt kann durch Destillation noch erhöht werden.
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Wie nimmt der Körper Alkohol auf?
Die Aufnahme von Alkohol beginnt bereits im Mund über die Mundschleimhaut und setzt sich über den gesamten Verdauungstrakt fort. Der über die Mundschleimhaut aufgenommene Alkohol geht direkt ins Blut über und wird so im ganzen Körper, also auch im Gehirn, verteilt.
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Der Alkohol, der im Darm aufgenommen wird, fließt mit dem Blut in die Leber, wo er teilweise abgebaut wird. Wärme, Zucker und Kohlensäure erhöhen die Alkoholaufnahme, weil sie die Durchblutung steigern. Fett verlangsamt die Aufnahme.
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Wie wirkt Alkohol?
Ethanol erweitert die äußeren Blutgefäße, was sich als Wärmgefühl äußert. Gleichzeitig ist der Körper nicht mehr in der Lage, den Wärmehaushalt bei niedrigen Temperaturen zu regulieren. Außerdem wirkt Alkohol betäubend, bedrohliche Kälte wird nicht mehr wahrgenommen.
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Schon eine relativ kleine Menge wirkt sich auf Nervensystem und Gehirn aus: Die Reaktionszeiten sind verlangsamt, das Blickfeld verengt sich. Trinkt man noch mehr Alkohol, erreicht man den Zustand der "Trunkenheit". Gefühle werden stärker wahrgenommen, die geistige Leistungsfähigkeit lässt nach, die Bewusstseinswahrnehmung verändert sich. Häufig führt eine große Menge Alkohol zu Übelkeit und Erbrechen.
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Wie wird Alkohol abgebaut?
Alkohol wird zum größten Teil in der Leber abgebaut. Dort sorgt das Enzym Alkoholdehydrogenase dafür, dass Ethanol zu Ethanal (H3C-CHO) wird. Ethanal ist für den Kater am Morgen danach verantwortlich. Der Abbau von Ethanal wird durch Zucker verlangsamt - süße alkoholische Getränke wie Likör, Bowle und Sekt sorgen daher für einen besonders nachhaltigen Kater. Ethanal wird dann zu Essigsäure oxidiert, aus der unter der Gewinnung von Energie CO2 entsteht.
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Alkohol wird in der Leber relativ konstant abgebaut. Bei den meisten Europäern werden etwa ein Gramm Alkohol pro zehn Kilogramm Körpergewicht in der Stunde abgebaut. Bei Männern geht das genetisch bedingt schneller als bei Frauen. Nicht nur zwischen den Geschlechtern, auch zwischen den Völkern gibt es Unterschiede. Die Ureinwohner Amerikas und auch die Ostasiaten reagieren viel empfindlicher auf Alkohol als die Europäer.