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Weihnachtsbacken: Zimtsterne
  Foto: centertv
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Plätzchen mit Krebsgift: Öko-Test findet Schadstoffe in Backzutaten

zuletzt aktualisiert: 29.11.2011 - 09:10

Düsseldorf (RPO). An köstliche Backzutaten und duftende Plätzchen mag man in der Adventszeit gerne denken. Doch die Qualität mancher Zutaten ist zum Teil gesundheitsschädlich und alles andere als ein Geschmackserlebnis.

Pünktlich zur Adventszeit wollte das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wissen, wie sorgenfrei man mit der Weihnachtsbäckerei durchstarten kann. Es schickte deshalb gemahlene Haselnüsse, Vanillezucker, Zimt, Kuvertüre und Cranberrys in die Labore und ließ sie auf problematische Inhaltsstoffe untersuchen. Das Ergebnis: Vor allem Zimt und Haselnüsse haben es teilweise ganz schön in sich. Sehr gute und gute Noten gibt es dagegen für Cranberrys und Zartbitterkuvertüre.

Nüsse mit Bakterien und Pilzen

Einige Nusspackungen sind in der Kritik, weil sie zu viele Enterobakterien enthalten. Bei empfindlichen Menschen kann dies zu Beschwerden im Magen-Darm-Bereich führen. Werden die Nüsse jedoch beim Plätzchenbacken erhitzt, zerstört das diese Keime. Ein weiteres Problem ist das krebserregende Schimmelpilzgift Aflatoxin, von dem in zwei Packungen erhöhte Werte gemessen wurden.

In Zimt steckt dagegen natürlicherweise giftiges Cumarin, das in hohen Dosen die Leber schädigen kann. Bei vielen Produkten fand das Labor viel zu hohe Werte dieses Stoffes. Das Verbrauchermagezin empfiehlt zum Plätzchenbacken lieber Ceylon-Zimt statt Cassia-Zimt zu verwenden, weil ersterer in der Regel weniger Cumarin enthält.

Minderwertiger Vanillezucker

Und auch einige Vanillezucker-Packungen konnten nicht überzeugen. Der Grund: In manchen Produkten ist viel zu wenig Eigenaroma der Vanilleschote. Hauptaroma der Vanilleschote ist Vanilin. Davon sollten mindestens 1.250 mg pro Kilo Vanillezucker enthalten sein. Doch in zwei Produkten hat das Labor gerade mal 420 bzw. 580 mg pro Kilo gemessen.

Die Zartbitterkuvertüren sind größtenteils „gut“ oder „sehr gut“. Zu bemängeln war jedoch, dass in vier Produkten der Emulgator E 476 steckt, der im Tierversuch in hohen Dosen zu Leber- und Nierenvergrößerungen geführt hat. Manchen Kuvertüren wurde zudem Aroma zugesetzt.

Am besten schnitt im Test die neue Trend-Zutat Cranberrys ab. In diesen fanden die Labors weder Pestizide und Schimmelpilzgifte, noch Allergene oder Keime.

Quelle: wat/chk/csi

 
 
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