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  Foto: Techniker Krankenkasse
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Askese ist nicht nötig: Ohne Hüftgold durch die Weihnachtszeit

VON TANJA WALTER - zuletzt aktualisiert: 10.12.2012 - 08:27

Düsseldorf (RPO). Es sind rund eineinhalb Kilo, die die Deutschen sich über die Feiertage auf die Hüften mampfen. Macht Weihnachten also dick? Nicht zwangsläufig. Auch, wer sich nicht in Askese übt, schafft es mit ein paar Tricks leicht durch die Weihnachtszeit.

Die Verlockungen sind groß: Weihnachtsplätzchen, stimmungsvolle Besuche auf dem Weihnachtsmarkt, die am Glühweinstand oder mindestens am Bratwurststand enden, Pralinen und Schokonikoläuse. Das alles ist lecker, doch auch ohne Ernährungsexperten an unserer Seite wissen wir: Es ist zu viel.

Mit ein bisschen mehr Disziplin ist der Ärger nach den Festtagen über kneifende Hosen und Faltenröcke, die keine sind, nicht so groß und man mag sich auch weiterhin hin noch guten Gewissens im Spiegel anschauen.

Tipp 1: Wiederstehen Sie den permanenten Verlockungen

Ob im Büro oder zu Hause auf dem Wohnzimmertisch. Überall lauern die Kalorienfallen. Mal hier eine Marzipankartoffel, mal da ein Zimtstern oder Mini-Schokonikolaus: am Ende des Tages weiß man selbst nicht mehr so genau, wie viele Naschereien man sich zusätzlich zwischen die Zähne geschoben hat. Ein einziges süßes Plätzchen hat schon 40 Kalorien, hundert Gramm Schokolade beschert uns 500 Kalorien. Je nach Tagesumsatz einer Person, kann das schon ein Viertel dessen sein, was der Mensch maximal täglich an Kalorien zu sich nehmen sollte. Wer also im Supermarkt und am Leckerteller der Kollegin wehrhaft vorbeischreitet, kann sich jedes Mal im Geiste am Kalorienminus freuen.

Info

Kalorienentschärfter Menüvorschlag

  • Vorspeise: Feldsalat mit gerösteten Brotwürfeln und Avocadosauce (184 kcal)
  • Hauptgang: Lachsforellenfilets überbacken mit Spinat an Salzkartoffeln (418 kcal)
  • Nachspeise: Quarksoufflee mit Blaubeersauce (134 kcal)

dazu: ein Glas Weißwein halbtrocken (97 kcal), 1 Glas Eiswein Beerenauslese zum Dessert (127 kcal) und 1 Schnaps nach dem Essen (42 kcal)

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung

 

Tipp 2: Wie wär es mit einem Entlastungstag?

Das lässt den Organismus aufatmen: Gönnen Sie sich einen Tag in der Woche, den Sie tzum Salat- und Obsttag erklären. Gönnen sie dem Körper leichte und vitaminreiche Kost, wie Reis, leicht gedünstetes Gemüse und knackiges Obst. Dabei sollte man viel trinken. Am besten eignen sich Wasser und Kräutertees, aber auch verdünnte Obstsäfte sind erlaubt. Das bringt Energie zurück und durchbricht das meist viel zu fettige Weihnachtseinerlei.

Tipp 3: Auch bei kühlen Temperaturen an der frischen Luft bewegen

Trockene Heizungsluft tut den Schleimhäuten nicht gut und ist Wegbereiter für verstopfte Nasen und Erkältungskrankheiten. Wer sich regelmäßig draußen bewegt, der gönnt sich etwas Gutes. Durch die Bewegung kommt der Stoffwechsel in Schwung und man tankt intensiv Sauerstoff. Ein strammer Spaziergang jeden Tag ist ein guter Anfang. Wer ein bisschen Rad fährt oder joggt, verbrennt noch mehr Kalorien. Um sieben Zimtsterne wieder abzuschmelzen müssten Sie rund 20 Minuten walken. Ein Glas Rotwein könnte man durch 20 Minuten tanzen wieder von den Hüften eisen.

Wollte man ein durchschnittliches Festtagsmenü von rund 1.800 Kalorien komplett nach Zahl der Gesamtkalorien abtrainieren, müsste eine Frau über 16 Stunden spazieren gehen, ein Mann immerhin 13 Stunden. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung schlägt ein Festtagsmenü vor, das demgegenüber rund 800 Kalorien einspart. Sie finden es im Infokasten.

Tipp 4: Backen Sie gleich gesünder

Entschärfen Sie die Weihnachtplätzchen einfach. Den Zuckeranteil im Weihnachtsgebäck können Sie meist ohne Probleme um ein Drittel reduzieren, rät Maike Schmidt Ernährungswissenschaftlerin bei der Techniker Krankenkasse. Meist kann man auch den Fettanteil herunterschrauben. Statt 100 Gramm Margarine lassen sich die Plätzchen auch mit 80 Gramm Öl backen. Dabei am besten auf Öle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren zurückgreifen. Rapsöl wäre zum Beispiel eine gutes Alternative.

Tipp 5: Bei der Planung des Festessens die Kalorien nicht aus den Augen verlieren

Wer experimentierfreudig ist, der hat es in der Küche und beim Planen des Festtagsmenüs leichter. Wenn es die traditionelle Weihnachtsgans sein soll, dann planen Sie als Vorspeise doch einfach mal einen leichten Salatgang ein. Noch besser entschärfen Sie den Schlemmertag durch ein edles Fischfilet. Während die Gans mit beinahe 300 Kalorien pro 100 Gramm zu Buche schlägt, hat edler Seehecht nur 77 Kalorien pro 100 Gramm.

Im Infokasten finden Sie einen kalorienentschärften Menütipp der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Tipp 6: Schlafen Sie mal aus

Dieser Ratschlag hilft in zweierlei Hinsicht. Er entstresst die sonst oft hektischen Weihnachtstage, lässt einen zur Ruhe kommen und einen Gang zurückschalten. Wer abends ein bis zwei Stündchen früher in die kuscheligen federn schlüpft, der spart meist auch ein paar Kalorien ein. Denn das letzte Glas Rotwein wird nicht getrunken, und die halbe Tafel Weihnachtsschokolade bleibt noch liegen. Wer schläft, der isst nicht.

Quelle: wat/csi/sap
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