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Diäten und Abnehmmittel im Überblick: Schnell weg mit den Pfunden

zuletzt aktualisiert: 02.01.2012 - 08:59

Düsseldorf (RPO). Nie sind wir weiter entfernt vom Traumgewicht als nach den üppigen Tagen. Und auch wenn wir jetzt noch mit der Kleidung kaschieren können - der nächste Sommer kommt bestimmt. Diäten, die den Weg zum Wunschgewicht ebnen wollen, gibt es viele. Doch nicht alle halten, was sie versprechen, wie unser Überblick zeigt.

Diät ist nicht gleich Diät. Unüberschaubar der Markt an Diät-Ratgebern, Kochbüchern und Schlankheits-Strategien. Crash-Diäten bringen den schnellsten Erfolg auf der Waage. So mancher hat auf diese Art und Weise seinem Körper die erwünscheten Konturen zurückgegeben, doch warnen Ernährungsexperten vor dieser Art abzunehmen. Denn nach dem großen Hungern kommen die Kilos zurück. Oft sind es mehr als zuvor. Und während der Zeiger der Waage seine Runden dreht, wird uns ganz schwindelig vor Augen.

Ohne Ernährungsumstellung und Sport geht es nicht. Der einzige Weg, dauerhaft Gewicht zu verlieren und dabei fit und gesund zu bleiben, sind eine dauerhafte Ernährungsumstellung und mehr Bewegung im Alltag. Wir haben in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) fünf Diäten ausgewählt.

Weight Watchers

So funktioniert es: Jedem Lebensmittel wird ein Wert zugewiesen. Der setzt sich zusammen aus dem Brennwert und dem Fettgehalt der Lebensmittel. Weight-Watchers-Teilnehmer dürfen nur eine bestimmte Punktezahl pro Tag konsumieren. Wie viele genau, errechnet sich aus Geschlecht, Größe, Alter, aktuellem Gewicht und körperlicher Aktivität. Wer an Gruppentreffen teilnehmen will, muss zahlen.

Das bringt es: Laut Eigenwerbung soll das Weight-Watchers-Programm zu einer dauerhaften Gewichtsreduktion führen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung erklärt, bei mäßig übergewichtigen Personen verhelfe das Programm zu einer mittleren Gewichtsreduktion von drei bis 4,5 kg pro Jahr.

Glyx

So funktioniert es: Bei der Glyx-Diät sollen vorwiegend Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index (GI) verzehrt werden. Wie viel Fett, Eiweiß, Kohlenhydrate oder Kalorien die Nahrung enthält, ist hingegen irrelevant. Der GI gibt an, wie schnell ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel verdaut und als Zucker in das Blut abgegeben wird.

Das bringt es: Laut DGE ist die Beurteilung des glykämischen Index als alleiniger Faktor der Gewichtsreduktion unsinnig, da die Blutzuckerwirksamkeit von anderen Faktoren mitbestimmt werden. Das "Problem Übergewicht" könne nicht allein durch Reduzierung des glykämischen Index gelöst werden.

Atkins

So funktioniert es: Bei der Atkins-Diät wird die Aufnahme von Kohlenhydraten drastisch reduziert, Fett und Protein wird als Hauptenergieträger genutzt.

Das bringt es: Kritiker gehen davon aus, dass die Atkins-Diät im Extremfall zu Gesundheitsstörungen führen kann. Durch den Fettgehalt von mehr als 50 Prozent ist die Diät nicht ausgewogen.

Low-Fat

So funktioniert es: Meistens macht allein das Fett fett. Deshalb heißt die Devise der Low-Fat-Diäten: Maximal jede dritte Kalorie darf vom Fett stammen. Das sind etwa 60 Gramm Fett pro Tag.

Das bringt es: "Sie ist mit ihren vielen Rezeptvariationen abwechslungsreich, erlaubt eine relativ hohe Kalorienmenge, so dass man gut satt werden kann", erklärt Diät-Expertin Antje Gahl.

Brigitte-Diät

So funktioniert es: Die Diätrezepte der Frauenzeitschrift Brigitte gibt es seit 1969. Die Tagespläne sind klar strukturiert und die Gerichte nach dem Baukastenprinzip kombinierbar. Pro Tag darf eine Kalorienhöchstmenge von 1200 nicht überschritten werden.

Das bringt es: "Diese Diätform kann zu dauerhaftem Erfolg führen", sagt Expertin Gahl, "wenn man den Willen hat, seine Ernährung umzustellen, und Bewegungstipps berücksichtigt.

Nur kurzfristige Effekt durch Diät-Pillen

Mancher versucht seinb Glück mit Diät-Pillen. Sie sollen den Appetit hemmen, die Fettverbrennung beschleunigen oder Fette aus der Nahrung binden, damit sie nicht auf den Hüften bleiben. Doch regelmäßige Tests des Verbrauchermagazins Öko-Test zeigen, dass es die Pille nicht zu geben scheint, die die Pfunde einfach dahinschmelzen lässt.

Es seien allenfalls kurzfristige Effekte, die da zu beobachten seien. Wer nicht parallel dazu seinen Körper auf Bewegung umstellt und die Ernährung dem tatsächlichen Verbrauch anpasst, der wird nicht lange Freude am erkauften Abnehmerfolg haben.

Auch Produkte, die auf Mahlzeitenersatz in Pulverform basieren, versprechen nicht de Lösung zu sein. Sie sind zum einen auf Dauer sehr monoton und führen zum anderen weit vom Pfad der Tugend weg, sich nämlich bewusst mit dem Thema gesunde Ernährung zu befassen und dazuzulernen.

Immer erlaubt Tricks

Wer gerne ein bisschen trickst, der kann zum Beispiel auf eiweißreiche Lebensmittel zurückgreifen. Fisch, Fleisch, Milch und Käse sättigen gut und halten deutlich länger vor als zuckerreiche Nahrung. Hungerattacken zwischendurch kann man versuchen, mit einem Glas Wasser zu begegnen. Das macht den Magen kurzfristig voll, aber die Lust ist dadurch nicht befriedigt.

Quelle: RP/wat/chk/top/csi

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