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Welche Nährstoffe in der Schwangerschaft wichtig sind
Während und sogar schon vor der Schwangerschaft sind bestimmte Nährstoffe wichtig. Die sollten in Absprache mit dem Arzt werdende Mamas einnehmen, wenn die Aufnahme über die Nahrung trotz gesunder Ernährung nicht ausreicht. Hier lesen Sie, welchen Mehrbedarf Schwangere haben und warum Mama und Baby sie brauchen.
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Folsäure schon vor Schwangerschaft
Folsäure, auch Folat genannt, ist für verschiedene Stoffwechselabläufe wichtig und spielt eine wesentlichen Rolle bei der Zellteilung und beim Zellwachstum. In der Frühschwangerschaft kann eine ausreichende Versorgung das Risiko für Fehlbildungen des Rückenmarks und Zentralnervensystems deutlich senken. Frauen, die schwanger werden wollen, sollten bereits vor der Schwangerschaft zur Vorbeugung 0,4 mg Folsäure pro Tag in Tablettenform aufnehmen. Spätestens 4 Wochen vor Beginn der Schwangerschaft sollte diese erhöhte Folsäurezufuhr erfolgen und während des ersten Drittels der Schawngerschaft beibehalten werden.
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Folatzufuhr zu Nahrung ergänzen
Die Einnahme von Folsäuretabletten ersetzt nicht die Folatzufuhr mit der Nahrung, die bei Schangeren 600 Mirkogramm pro Tag betragen sollten.
Für die Folatversogung sind vor allem grüne Blattgemüse wie Spinat, Blattsalat, verschiedene Kohlsorten wie Brokkoli und Grünkohl aber auch Tomaten, Hülsenfrüchte, Spargel, Zitrusfrüchte, Weizenkeime, Weizenkleie und Vollkonrgetreide empfehlenswert. Leber und Eier sind ebenfalls gute Quellen, sollten aber nur in geringen Mengen verzehrt werden.
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Jod wichtig für die Schilddrüse
Der Bedarf ist während der Schwangerschaft erhöht. Jod ist Bestandteil der Schildrüsenhormone, die sich auf den Stoffwechsel auswirken und das Wachstum sowie die Differenzierung zahlreicher Organe fördern. Es ist so notwendig für die Gehirnentwicklung des Fetus, sowie die Kontraktionsionskraft des Herzmuskels. Eine Jodunterversorgung birgt das Risiko von Fehl- und Frühgeburten, einer Neugeborenenstruma (vergrößerte Schilddrüse), oder schwerwiegende Entwicklungsstörungen des Kindes, Hör- und Sprachstörungen.
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100 Mikrogramm Jod zusätzlich
Darum sollten Schwangere ganz besonders auf eine ausreichende Jodzufuhr achten. Täglich sollten es 230 Mikrogramm sein. Um das sicherzustellen, empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung - nach Rücksprache mit dem Arzt- Jodtabletten einzunehmen. Aufgrund der zwischenzeitlich verbesserten Jodversorgung wird für Deutschland geraten, rund 100 (bis 150) Mikrogramm Jod pro Tag als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.
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Auf ausreichende Eisenzufuhr achten
Während der Schwangerschaft ist der Eisenbedarf erhöht. Zwar entfällt in dieser Zeit durch Ausbleiben der Menstruation dadurch bedingte Blutverlust, doch werden zusätzlich etwa 300 mg für den Fetus, etwa 50 mg für die Plazenta und rund 450 mg Eisen für das vermehrte mütterliche Blutvolumen erforderlich. Entsprechend ist während der Schwangerschaft eine Gesamtzufuhr von 30 mg Eisen pro Tag notwendig. Diese Menge können Schwangere oft über die Nahrung nicht aufnehmen.
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Unterversorgung kann Fetus schaden
Eisenmangelanämie kann zu einer ungenügenden Sauerstoffversorgung von Uterus, Plazenta und Fetus sowie zu verschiedenen Schwangerschaftskomplikationen und Fehlentwicklungen beim Kind führen. Eine generelle prophylaktische Gabe wird nicht empfohlen. Die Einnahme eines Eisenpräparates sollte individuell abgewogen werden.
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Calcium nötig für Knochenaufbau und Zahnanlagen
Rund 25 bis 30 Milligramm Calcium benötigt der Körper einer Frau in der Schwangerschaft zusätzlich für Knochenaufbau und Zahnanlagen des Ungeborenen. Sowohl die Calciumabsorptionsrate als auch Calciumverluste über die Nieren sind während der Schwangerschaft erhöht.
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Calcium über den Tag verteilt aufnehmen
Im dritten Schwangerschaftstrimester wächst der Fetus am meisten. In dieser Zeit liegt die empfohlene Calciumzufuhr bei 1.000 mg pro Tag, die über den Tag verteilt aufgenommen werden sollten. Lediglich bei Schwangeren unter 19 Jahren liegt die empfohlene Tagesdosis bei 1.200 mg.
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Fetus lagert Magnesium ein
Die empfohlene Magnesiumzufuhr liegt bei 310 Milligramm am Tag, bzw. bei Schwangeren unter 19 Jahren bei 350 mg pro Tag. Im letzten Trimester der Schwangerschaft lagert der Fetus täglich 5 bis 7,5 mg Magnesuim ein. Der dadurch entstehende Mehrbedarf der Schwangeren wird mit der für junge Frauen empfohlenen Zufuhr und einer üblichen Mischkost abgedeckt.
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Magnesiummangel löst Wehen aus
Ein unbehandelter Magnesiummangel bei Schwangeren kann zu einem Abfall der Magnesiumkonzentration der Gebährmuttermuskulatur führen. Mögliche Folgen sind: Fetale Mangelentwicklung, höhere Fehlgeburtsrate, vorzeitige Wehentätigkeit und Frühgeburt.
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Vitamin D wichtig für Immunsystem
Vitamin D ist an verschiedenen Stoffwechselprzessen beteiligt, z. B. der Regulation des Calcium- und Phosphatspiegels und der Einlagerung von Calcium und Phosphat in die Knochen. Darüber hinaus beeinflusst Vitamin D bestimmte Hormondrüsen und das Immunsystem. Es regt das Wachstum und die Differenzierung bestimmter Zellen an.
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Vitamin D
Wer in die Sonne geht, regt die Vitamin D-Produktion über die eigene Haut ausreichend an. Deshalb wird regelmäßig Bewegung im Freien empfohlen. Es besteht keine Notwendigkeit, die Vitamin D-Zufuhr während der Schwangerschaft über die altersentsprechende Empfehlung (5 Microgramm/Tag) hinaus zu erhöhen.