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Welcher Schnuller ist der richtige?
Schnuller gibt es in den verschiedensten Formen, Größen und Materialien. Da fällt die Wahl für frisch gebackene Eltern schwer. Hier finden Sie einen kompakten Überblick über die Produktpallette, Tipps von den Verbraucherschützern und Testergebnisse.
Quelle: Rolf Buschmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Verbraucherzentrale NRW; Christine Throl, ÖkoTest; Initiative Zahngesundheit e.V.
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Besser Schnuller als Daumen
Zahnärzte und Kieferorthopäden sind sich einig: Schnuller ist besser als Daumen. Denn der Daumen sorgt für einen offenen Biss und falsche Schluckgewohnheiten, die ebenfalls die Zahnstellung ungünstig beeinflussen.
Leichter haben es die Eltern von Schnullerkindern zudem bei dem Abgewöhnen des Beruhigungsstöpsels. Den Schnuller kann man abnehmen, den Daumen nicht.
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Auf kiefergerechte Form achten
Bei der Wahl des Eltern sollten sich nicht durch lustige Farben oder Spielereien verführen lassen. Wichtiger sei, bei der Auswahl darauf zu achten wie kiefergerecht der Schnuller ist, damit die natürliche Formung des Zahnhalteapparates unterstützt wird. Drückt ein übergroßer Schnuller über längere Zeit den Oberkiefer nach vorn, entwickelt sich häufig ein so genannter Lutschbiss: Die oberen Zähne stehen dann vor und berühren die Unterkieferzähne nicht mehr.
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Alle Nuckler schaden
Unabhängig davon, was sich Kleinkinder in den Mund schieben, ob den Daumen, den Schnuller, den Schwanz vom Lieblingsschmusi oder den Spuktuchzipfel: Für den Mund sind das alles Fremdkörper, die die Entwicklung beeinträchtigen können.
Was die Eltern allerdings neben einer kiefergerechten Entwicklung interessiert, ist die Zufriedenheit des Kindes. Und die lässt sich oft am leichtesten durch ein alternatives Saugangebot herstellen.
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Schnuller nicht dauerhaft geben
Auch die Zahnexperten sind sich einige, dass ein Nuckelersatz in Ordnung geht, solange das Kind nicht dauernd daran saugt. Ein Schnuller als Einschlafhilfe kann von den Eltern zum Beispiel - ist das Baby im Träumeland angekommen - sanft herausgezogen werden.
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Nur für Babys einen Schnuller
Kinder, die dem Säuglingsalter entwachsen sind brauchen keinen Schnuller, warnen die Fachleute unabhängig vom Angebot des breiten Marktes. Zwar gibt es Schnuller für Dreijährige, doch sollen Kinder in diesem Alter das Sprechen erlernen und sollten für sich Alternativen zum Ruhigstellen per Sauger entdecken.
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Welche Form ist die richtige?
Wichtig ist, dass der Schnuller eine kiefergerechte Form hat: Solche Sauger sind relativ flach und weich, der Gaumenform nachempfunden und lassen der Zunge nach oben genügend Platz. Ein Sauger, der also die so genannte symmetrische Kirschform hat, ist demnach ungeeignet. Ungünstig sind zudem grundsätzlich Sauger, die von beiden Seiten im Saugteil gleich geformt sind.
Zudem sollten Eltern auf das Verbindungsstück vom Sauger zum Kunststoffschild des Schnullers achten: Es sollte möglichst dünn sein, damit der Lippenschluss nicht gestört wird und sich das Gebiss richtig entwickeln kann.
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Größe und Art des Schnullerschildes
Der Schild sollte vom Durchmesser her so groß sein, dass das Baby es nicht schafft, den Schnuller ganz in den Mund zu nehmen. Wichtig ist auch, dass der Schild nicht eine durchgehende Platte ist, sondern Löcher hat, die verhindern, dass sich der Schnuller zu sehr festsaugt. Wenn der Schnuller herunterfällt, sollte er stets auf dem Griff und dem Schild landen und nicht auf dem Saugstück.
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Glaubenskrieg Latex oder Silikon
Latexschnuller bestehen aus natürlichem Kautschuk und dadurch meist gelblich-braun von der Färbung. Sie verformen sich leichter als Silikonschnuller, verfärben sich auch schon mal. Werden sie zu lange ausgekochten verformt sich das Material zudem.
Silikonschnuller sind durchsichtig und geschacksneutral und bleiben auch unter hohen Temperaturen formstabil.
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Bissfestigkeit bei Silikonsaugern umstritten
Silikonsaugern wird nachgesagt, dass sie sobald Kinder ihre Zähne bekommen, gefährlich werden können, weil sie dann leicht durchgebissen werden können. Die Verbraucherzentrale aber sieht diese Gefahr nicht. Die Bissfestigkeit sei kein Problem mehr. Das belegt auch eine Untersuchung, die ÖkoTest beim TÜV in Auftrag gab. Latex und Silikon sind - was die Bissfestigkeit angeht - gleich einzustufen.
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Europäische Norm regelt Sicherheit
Die Sicherheit von Schnullern in der Europäischen Union wird in der EN-Norm 1400 geregelt. Überprüft werden danach die Stabilität und die Ungiftigkeit des Materials aus dem der Schnuller ist. Schnuller dürfen keine bedenklichen Chemikalien enthalten. Beim Kauf sollten die Eltern auf die EN-Norm achten, denn diese Produkte dürfen keine Chemikalien enthalten.
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Größe des Schnullers
Die handelsüblichen Schnuller gibt es in zwei bis drei Größen für Kinder zwischen sechs und achtzehn Monaten. Um die Kieferentwicklung nicht zu beeinträchtigen, sollte man sich an die Vorgaben halten und den Schnuller entsprechend des Lebensalters wählen.
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Vor dem Gebrauch Auskochen
Grundsätzlich, so rät die Verbraucherzentrale NRW , ist es vor dem ersten Gebrauch der Schnuller wichtig, sie auszukochen. Dadurch werden Produktionsrückstände und Schadstoffe minimiert. Tägliche Abkochen verringert die Anzahl der Keime, die den Schnuller besiedeln.
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Schadstoffe in Saugern
Viele Latexschnuller, so monierte im Herbst 2009 der Bund für Umwelt und Naturschutz, beinhalteten Bisphenol A, das als hormonell wirksame Chemikalie bei der Herstellung von Kunststoff verwendet wird und gesundheitsschädlich sein soll. Hauptsächlich kam der Stoff nach den Testergebnissen des BUND in den Schnullerschilden, in geringeren Mengen auch im Sauger an sich vor.
Die Verbraucherzentrale gibt aktuell nach weiteren Tests durch das Bundesinstitut für Risikobewertung Entwarung. Die Tests des BUND konnten auch durch ÖkoTest nicht bestätigt werden.
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Auf GS-Siegel achten
Wer ganz sicher sein will, was eine Bisphenol A-Belastung angeht, der kann beim Kauf nach Alternativen zu Polycarbonat-Fabrikaten schauen. Bei Produkten aus Polycarbonat (PC) steht im dreieckigen Recycling-Symbol die Ziffer "0".
Die Verbraucherzentarle rät, beim Kauf eines Schnullers auf das GS-Siegel zu achten. So geprüfte Produkte sind nach allen geltenden nationalen und EU-Vorschriften geprüft.