Sportverletzungen liegen auf Platz zwei der Unfallstatistik. Das machen Sportler bei kalten Temperaturen meist falsch.
Quelle: Deutsche Lungenstiftung, Techniker Krankenkasse
Falsche BekleidungAm wichtigsten ist die richtige Wärmeschutzbekleidung. Wintersportler sollten sich im Zwiebel- oder Drei-Schichten-System kleiden: Unterwäsche, eine wärmende Isolationsschicht, die keine Feuchtigkeit speichert, und eine Schutzschicht.
Dies kann zum Beispiel eine atmungsaktive Wind- oder Softshelljacke sein. Baumwolle ist nicht besonders geeignet. Funktionswäsche leitet hingegen Feuchtigkeit von innen nach außen, schützt aber gleichzeitig vor Wind und Kälte.
Start ohne AufwärmenSportverletzungen rangieren in der Unfallstatistik ganz oben, nur im Haushalt passiert noch mehr. Gerade Hobbysportler wärmen sich nicht richtig auf und verlangen sich dann zu viel ab. Die Aufwärmphase sollte im Winter 20 Prozent der Trainingsphase betragen.
Auf- oder Abwärmen wird vergessen
Zu jeder Sporteinheit gehört das Aufwärmen und danach auch das so genannte Cool-Down dazu, bei dem man sich abwärmt." Zunächst bringt man den Kreislauf in Schwung, bis der Körper auf "Betriebstemperatur" läuft. Dann sollte der Sportler seine warmen Muskeln vorsichtig dehnen. Das ist auch nach dem Sport noch einmal wichtig: So kann sich der Körper schneller wieder erholen und es kommt weniger oft zu einem Muskelkater.
Kaltstart provoziert Erkältung
Ein Kaltstart ist draußen im Winter tabu. Kommt man aus geheizten Räumen zum Sport nach draußen, muss der Organismus sich erst auf die niedrigen Temperaturen einstellen. Wer gleich mit voller Intensität startet, atmet zu schnell die kalte Luft ein und riskiert, Rachen, Bronchien und Lunge zu reizen - die Erkältungsgefahr steigt.
Ungleichmäßige Belastung der Muskeln
Verletzungen vermeiden Sportler auch durch ein ausgewogenes Training: Man sollte die Muskelgruppen gleichmäßig fordern. Konkret heißt das, dass beispielsweise nicht nur eine straffe Bauchmuskulatur, sondern auch ein starker Rücken den Oberkörper entlasten.
Sollte es dennoch zu Verletzungen kommen, gilt die sogenannte PECH-Regel:
Pause: Die verletzte Stelle nicht mehr bewegen, so verringern sich innere Blutungen oder Schwellungen.
Eis: Durch Eisspray, eine Eispackung oder kaltes Wasser ziehen sich die Blutgefäße zusammen. So kann kein weiteres Blut austreten und der betroffene Körperteil schwillt nicht weiter an.
Compression: Gemeinsam mit einer Kühlung hilft ein Verband, das Gewebe zusammenzudrücken.
Hochlegen: Wenn die verletzten Körperregionen höher liegen, fließt das Blut zurück zum Herzen und die Blutung wird schwächer.