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Die
Influenza, auch „echte“ Grippe genannt, ist eine durch Viren aus den Gattungen Influenza ausgelöste Infektionskrankheit bei Menschen, anderen Säugetieren und Vögeln. Im Volksmund wird die Bezeichnung Grippe häufig für
grippale Infekte verwendet, bei denen es sich aber in der Regel um einfache Erkältungen handelt.
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Influenza-Viren sind weltweit verbreitet und werden in die
Typen A, B und C unterteilt. Diese drei Virustypen lösen unterschiedlich schwere Krankheitsbilder aus und breiten sich unterschiedlich stark aus:
Vor allem Influenza-A-Viren können große Grippe-Wellen verursachen, von Epidemien bis hin zu Kontinent übergreifenden Pandemien. Sie sind verantwortlich für leichte bis schwere, lebensbedrohliche Krankheitsverläufe.
Influenza-B-Viren lösen in der Regel leichte bis mittelschwere Erkrankungen aus, sie können ebenfalls zu Epidemien führen.
Die Auswirkungen einer Infektion mit Influenza-C-Viren sind meist harmlos.
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Die echte Grippe erkennt man an
plötzlich einsetzendem, hohen Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie trockenem Husten. Sie verläuft deutlich schwerwiegender und
kann sogar zum Tod führen. Impfungen werden besonders älteren Menschne und Kindern empfohlen. Es dauert allerdings bis zu 14 Tage, bis ein Impfschutz aufgebaut ist.
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Vor allem zur
Vorbeugung einer Infektion bei ungeimpften Personen können daher
antiviral wirksame Grippemittel, so genannte Neuraminidasehemmer, sinnvoll sein. Auch eine
Therapie ist mit diesen Medikamenten
möglich, wenn sie bis zu zwei Tage (maximal 48 Stunden) nach Ausbruch der Erkrankung eingesetzt werden.
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Die
hoch ansteckenden Influenzaviren verteilen sich vor allem bei großen Menschenansammlungen, wie in öffentlichen Verkehrsmitteln oder auf Veranstaltungen. Sie werden durch
(Husten oder Niesen) übertragen. Gerade in der nasskalten Jahreszeit von Dezember bis Februar sind die Schleimhäute aufgrund der Kälte und der geringen Luftfeuchtigkeit in geheizten Räumen stark gereizt, so dass die körpereigene Barriere gegen Viren oft versagt.
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Die Viren gelangen in die Atemwege und infizieren dort die Zellen des Nasen- und Rachenraums, in denen sie sich vermehren. Neuraminidasehemmer blockieren ein Oberflächeneiweiß in der Virushülle, das vor allem für die Freisetzung neu gebildeter Viren aus der infizierten Atemwegs-Zelle verantwortlich ist.
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Schon zu Lebzeiten von
Hippokrates um 400 vor Christus kannte man vermutlich Influenza. In den kommenden Jahrhunderten erreichte die Grippe traurige Berühmtheit. Seit dem Jahr 1580 wurde die Menschheit von mehr als
30 Influenza-Pandemien heimgesucht, denen weltweit immer wieder viele Menschen zum Opfer fielen. Die schwerste Pandemie, die so genannte
„Spanische Grippe“ von 1918/1919, forderte
mindestens 20 Millionen Menschenleben. Manche Literaturstellen sprechen sogar von
50 Millionen Todesopfern.
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Verheerende Grippe-Wellen gehören aber keineswegs nur der Vergangenheit an. Während der letzten großen Grippe-Epidemie von 1995/96 mit etwa
8,5 Millionen Erkrankungsfällen starben allein
in Deutschland rund 30.000 Menschen an den Folgen der Influenza.
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Grundsätzlich ist eine
vorbeugende Impfung gegen die Influenza beim Menschen möglich, und sie gilt als die
wirksamste vorbeugende Maßnahme. Allerdings sind Influenza A-Viren enorm wandlungsfähig, so dass - um eine möglichst große Übereinstimmung der verwendeten Impfstämme mit den jeweils umlaufenden, krankmachenden Virus-Varianten zu erzielen - in der Regel eine jährliche Auffrischung der Immunisierung nötig ist. Eine
Grippeimpfung per Nasenspray schützt Kinder besser als die herkömmliche Injektion. In einer internationalen Studie war die Erkrankungsrate bei den nasal geimpften Kindern um 55 Prozent niedriger als bei denjenigen, die eine Spritze erhielten.
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Besonders für Kleinkinder und für Erwachsene jenseits der 65 kann darüber hinaus eine
Impfung gegen Pneumokokken sinnvoll sein. Diese Bakterien sind häufig verantwortlich für die einer Virusinfektion unmittelbar folgende
Lungenentzündung: Eher selten stirbt man durch den Influenza-Virus direkt, sondern an einer Sekundärinfektion, diese wird häufig durch Pneumokokken hervorgerufen.
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Bei grippeähnlichen Symptomen nach einem
Tropenaufenthalt kann es sich um
Dengue-Fieber handeln. Reisende, die vom Karneval in Rio oder anderen tropischen Regionen zurückkehren und Kopf- oder Gliederschmerzen leiden, sollten das
mit einem Arzt abklären. Nur bei einer zweiten Infektion kann es zu Komplikationen kommen. Dann können
Blutungen oder Schocksymptome auftreten, die
zum Tod führen können oder möglicherweise eine Bluttransfusion nötig machen
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Bei einer einfachen Erkältung haben sich alte Hausmittel bewährt: Wer heißen Dampf mit
Heilkräutern wie Lindenblüten, Salbei und Eibisch inhaliert, kann auf eine schnelle Linderung hoffen.
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Bei Husten, Schnupfen, Heiserkeit schwören viele auf das altbewährte Hausmittel
"heiße Zitrone". Gleich fühlen sie sich besser, weil die "Vitaminbombe" ihre Erkältungsbeschwerden lindert.
"Tatsächlich arbeiten die körpereigenen Abwehrkräfte
schneller und effektiver, wenn ausreichend Vitamin C vorliegt", erläutert Susanne Fahle vom Arbeitskreis Ernährungs- und Vitamininformation. Der Grund: Die dafür benötigten weißen Blutkörperchen verbrauchen Vitamin C, wenn sie
eindringende Viren und Bakterien bekämpfen.
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Richtige Männer härten sich ordentlich ab: Eisbaden bei Minustemperaturen schützt vor Erkältungen.