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Fast jeder dritte Deutsche hat einen erhöhten Blutdruck. Mit drastischen Auswirkungen: Rund 40 Prozent aller Todesfälle bei Menschen unter 60 Jahren gehen auf das Konto zu hohen Blutdrucks. Organische Ursachen wie Hormonstörungen können zu hohen Blutdruck verursachen oder Nierenerkrankungen. In der Regel aber stecken aber eine ungesunde Lebensweise, Übergewicht, Bewegungsmangel oder Stress dahinter.
Hier erfahren Sie, was Sie selbst für einen normalen Blutdruck tun können.
Quelle: Deutsche Herzstiftung; Hochdruckliga; Helios Kliniken
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Die Werte deuten können
Ein normaler Blutdruck liegt bei einem systolischen Wert von 120 und einem diastolischen Wert von 80. Er kann abweichen bis zu Werten von 139 zu 89, ohne, dass er bedenklich wird. Erst ab Werten ab 140 zu 90 spricht man von einem leicht erhöhten Blutdruck. Mittelschwer ist er mit 160 zu 100 und schwer erhöht bei Werten von 180 zu 110.
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Tipp 1: Gewicht reduzieren:
Mit zunehmendem Körpergewicht steigt auch der Blutdruck an und damit das Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen. Zehn Kilo weniger Körpergewicht können den Blutdruck um bis zu 20 mmHg senken. Wie viel zu viel Sie auf die Waage bringen, können Sie leicht durch den Body-Mass-Index (BMI) bestimmen.
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Wie sich der BMI berechnet
Der BMI berechnet sich nach der Formel: Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch Körperlänge im Quadratmeter.
Beispielrechnung: Ein Mensch ist 90 Kilo schwer und 1,76 Meter groß. Dann rechnet er 90 : (1,76 x 1,76 m)= 29. Optimal ist der BMI bei einem Wert zwischen 18,5 und 24,9.
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Tipp 2: Sport senkt den Blutdruck
Regelmäßige Bewegung hilft, den Blutdruck zu senken. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass sich mit Sport nicht nur in vielen Fällen die Entwicklung einer Bluthochdruck-Erkrankung von vornherein verhindern lässt, sondern dass mit Sport auch bei einem bereits bestehenden Bluthochdruck die Werte gesenkt werden können. Optimal ist es, sich zwei bis drei feste Termine für körperliche Aktivitäten in der Woche zu suchen.
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Sport senkt den Blutdruck
Mit einem gut dosierten Training ist dabei eine Verringerung um etwa 5-10 mmHg möglich. Positiver Nebeneffekt ist meist, dass das Gewicht automatisch purzelt.
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Diese Sportarten sind besonders geeignet
Das Herz-Kreislauf-System profitiert vor allem von mäßigen Ausdauersportarten. Dazu zählen u.a. Joggen, Nordic Walking, Wandern, Skilanglauf, Radfahren, Schwimmen oder auch Ballsportarten wie Tennis. Voraussetzung allerdings ist immer, dass diese nicht mit zu viel Ehrgeiz und unter Wettkampfvoraussetzungen ausgeübt werden. Dann nämlich kommt es zu extremen Belastungsspitzen.
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Tipp 3: Auf die Ernährung achten
Sich gesund zu ernähren, ist niemals schädlich. Wer auf seinen Blutdruck achten möchte, der sollte dabei aber vor allem das Salz im Auge behalten.
Besonders bei familiärer Vorbelastung führt eine erhöhte Kochsalzzufuhr zu Bluthochdruck.
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Weniger Salz senkt den Blutdruck
Salz versteckt sich vor allem in Fertigprodukten. Auch Gepökeltes, Fischmarinaden, Wurst und Käse sollten nur in mäßigem Umfang auf dem Speiseplan auftauchen. Auf diese Art und Weise lässt sich die Menge des täglich aufgenommenen Kochsalzes um ca. sechs Gramm am Tag reduzieren. Das bewirkt im Schnitt den Abfall des systolischen Blutdrucks von etwa 5-7 mmHg.
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Mittelmeerküche für das Herz ideal
Wer sich gezielt auf die Mittelmeerküche zurückgreift, der ist ernährungstechnisch - was sein Herz angeht - auf dem richtigen Weg. Viel Obst und Gemüse, fettarme Milchprodukte und viel Fisch wirken sich positiv aus.
Buchtipp: Über die Deutsche Herzstiftung ist das Buch "Mediterrane Küche" erschienen, das über 120 Seiten ausführlich Tipps und Rezepte zur herzgesunden Ernährung vermittelt. Preis: 20 €.
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Tipp 4: Weniger Alkohol nutzt der Gesundheit
Regelmäßiger Alkoholkonsum wirkt sich nicht nur auf die Leber ungünstig aus. Alkoholgenuss verstärkt auch Bluthochdruck. Durch Abstinenz lässt sich bei 90 Prozent der Patienten der Blutdruck normalisieren.
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Tipp 5: Nikotin schadet dem Herzen
Es sterben mehr Raucher an Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems als an Lungenkrebs. Damit ist eigentlich alles zum Thema Rauchen gesagt. Zwar hat der Nikotinkonsum keinen direkten Einfluss auf den Blutdruck, neigt man aber zu Bluthochdruck, erhöht er das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung.
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Tipp 6: Stress lass nach
Stress hat jeder einmal. Wichtig ist es nur, seinen Stress auch wieder abzubauen, also über Mechanismen zu verfügen, die einem helfen, wieder ins Lot zu kommen. Chronischer Stress kann nachweislich die Entwicklung von Bluthochdruck fördern. Sport und Entspannungstechniken sind Gegenmaßnahmen.
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Wann nur Medikamente helfen
Wenn Sie zu Bluthochdruck neigen, sollten Sie alle Maßnahmen dagegen mit Ihrem Arzt beraten. Denn es gibt Fälle, in denen sich zwar durch Ernährungsumstellung und eine gesunde Lebensweise der Blutdruck senken lässt, dies aber nicht ausreicht. In solchen Fällen ist es nötig, den Blutdruck medikamentös zu senken und so Ihr Herz dauerhaft zu entlasten.
Im Blick wird der Arzt haben, dass es zudem auch Medikamente gibt, die den Blutdruck ansteigen lassen können. Dazu zählen zum Beispiel kortisonhaltige Medikamente.