Rund 20 Millionen Deutsche leiden unter Bluthochdruck, 8 Millionen der Betroffenen werden nicht behandelt. Dabei kann Bluthochdruck etwa zu einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einem Verlust der Sehkraft führen. Die wichtigsten Fragen und Antworten haben wir hier zusammengestellt.
Quelle: www.internisten-im-netz.de
Was ist Bluthochdruck?
Bluthochdruck oder Hypertonie ist eine Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems.
Die Höhe des Blutdruckes wird durch verschiedenen Faktoren bestimmt. Hierzu gehören die Stärke der Herztätigkeit, die Elastizität der Gefäße, der Widerstand, die Signale bestimmter Hormone und Nerven und die Körperposition. Weitern sich die Gefäße, so steigt der Fließwiderstand und das Blut muss mit mehr Druck durch den Körper gepumpt werden.
Welche Formen von Bluthochdruck gibt es?
Es gibt zwei Arten von Bluthochdruck: Die am häufigsten auftretende Form ist die primäre Hypertonie, die durch nicht beeinflussbare Faktoren auftritt. Hierzu gehören erbliche Vorbelastung und auch zunehmendes Lebensalter, denn mit dem Alter lässt auch die Elastizität der Gefäßwände ab.
Die sekundäre Hypertonie tritt in Folge einer anderen Erkrankungen auf. Diese Variante macht bis zu 15 Prozent aller Bluthochdruckfälle aus.
Welcher Blutdruck ist auf Dauer zu hoch?
Blutdruck wird in mmHg gemessen. Das ist der Druck, der über eine Quecksilbersäule gemessen wird. Laut www.internisten-im-netz.de gilt alles bis 139/89 mmHg noch als normal. Bei Messwerten zwischen 140-159/90-99 mmHg spricht man von einem leicht erhöhtem Blutdruck. Werte zwischen 160/100 und 179/109 mmHg gelten als mittelgradig erhöht, ab mehr als 180/110 mmHg sprich man von schwerem Bluthochdruck.
Ab welchem Wert muss man zum Arzt?
Als Richtlinie nimmt man an: Ist der Blutdruck bei mehrmaligen Messungen an verschiedenen Tagen erhöht (über 140/90 mmHg), ist von einem Hochdruck auszugehen. Allerdings sind bei der Bewertung der Blutdruckwerte stets auch denkbare Begleiterkrankungen zu berücksichtigen.
Wie viele Menschen sind betroffen?
Laut der Berliner Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (BGRP) sind in Deutschland 20 Millionen Menschen von Bluthochdruck betroffen und 8 Millionen davon unbehandelt. Laut Internisten-im-netz.de können Betroffenen die ersten Symptome oft nur schwer einordnen. Sie merken nicht, dass sie einen erhöhten Blutdruck haben.
Welche sind die Symptome?
Die ersten Anzeichen sind oft schleichend und uncharakteristisch. Schlafstörungen, sowie leichte Erregbarkeit und Rastlosigkeit können Voranzeichen sein. Auch Gehörprobleme wie Ohrensausen oder Geräusche im Ohr können hinzu kommen. Weitere Symptome sind unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel, Atemnot, Brustschmerzen.
Was können die Folgeschäden sein?
Bleibt der Bluthochdruck unbehandelt, können verschiedene Organe beschädigt werden. Besonders gefährdet sind Herz, Gehirn, Augen, Nieren, und Gefäße. Zu den Folgen können Herzinfarkt, Schlaganfall und Verlust des Sehvermögens gehören.
Was sind maßgebliche Risikofaktoren?
Beeinflussbare Risikofaktoren sind unter anderem Übergewicht, zu wenig Bewegung, ein ungesund hoher Salzkonsum, ebenso wie ein erhöhter Alkoholkonsum, Rauchen und zu viel Stress. Erkrankungen, die zu Bluthochdruck führen können, sind beispielsweise Nierenerkrankungen, hormonelle Störungen (z.B. durch Schwangerschaft), aber bestimmte Medikamente wie die Pille können vorbelasten.
Wie kann man den Blutdruck auf natürliche Weise senken?
Das Rauchen sollte man am Besten aufgeben, aber zumindest erheblich reduzieren. Außerdem ist es wichtig, ausreichend zu schlafen und zu versuchen, den täglichen Stress zu verringern. Auch regelmäßiger Sport, besonders Ausdauertraining wie Schwimmen, Wandern oder Radfahren, senken den Bluthochdruck.
Wie kann man durch Ernährung vorbeugen?
Wichtig ist sich gesund zu ernähren und wenig Alkohol zu trinken. Man sollte vor allem darauf achten viel Obst, Gemüse und Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Tierische Fette sind zu vermeiden, ebenso wie mehr als 6 Gramm Salz am Tag.