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Studie aus Kanada: Haarprobe verrät Risiko eines Herzinfarkts

zuletzt aktualisiert: 08.09.2010 - 09:55

Ottawa (RPO). Drohende Herzinfarkte lassen sich nach einer Studie schon Monate vorher an hohen Anteilen eines Stresshormons erkennen, das sich in den Haaren ablagert.

Forscher der kanadischen University of Western Ontario berichteten am in der Zeitschrift "Stress", dass sich an Haaren ein hohes Niveau des Hormons Cortisol im Körper über einen langen Zeitraum ablesen lasse.

Nach Betrachtung herkömmlicher Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Rauchen und der Familiengeschichte sei die Kontrolle der Haare damit "die stärkste Vorhersagemöglichkeit" für Infrakte.

Ein anhaltend hohes Stress-Niveau ist einer der Risikofaktoren bei Infarkten. "Traditionell wurde Cortisol im Blut, Urin oder Speichel gemessen", erklärten die Studien-Autoren Stan Van Uum und Gideon Koren. Damit lasse sich aber das Stress-Niveau nur in den vergangenen Stunden oder bestenfalls Tagen ermitteln. Haare wüchsen im Schnitt einen Zentimeter pro Monate. Mit einem mehrere Zentimeter langen Haar könnten so Aussagen über den Cortisol-Gehalt über längeren Zeitraum getroffen werden.

Die Forscher werteten für ihre Untersuchung Haarproben von 56 Männern aus, die wegen Herzinfarkten in die Klinik Meir Medical Centre im israelischen Kfar Saba eingeliefert wurden. Sie wurden mit den Haaren einer Vergleichsgruppe von 56 Männern verglichen, die wegen anderer Probleme in dem Krankenhaus behandelt wurden. Bei den Herzpatienten wurden durchgehend ein höheres Cortisol-Niveau gefunden.

Quelle: AFP/das

 
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