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Gesundheit: Herzinfarkt: Doch ähnliche Symptome bei Frauen und Männern

zuletzt aktualisiert: 25.10.2009 - 12:56

Edmunton (RPO). Die Anzeichen für einen Herzinfarkt unterscheiden sich bei Männern und Frauen weniger als bislang vermutet. Zu diesem Schluss kamen kanadische Wissenschaftler in einer Studie des Canadian Institute of Health Research (CIHS). Beide kommunizieren die Beschwerden offenbar nur anders.

Anders als bisher angenommen leiden demnach auch Frauen bei einem Herzinfarkt unter einem Engegefühl in der Brust sowie Schmerzen in der linken Schulter und im linken Arm. Frauen teilten ihre Beschwerden dem Arzt jedoch anders mit als Männer, was zu der Auffassung geführt habe, dass die Symptome geschlechtsspezifisch seien, vermuten Martha Mackey und ihre Kollegen. Ihre Studie stellten die Forscher auf dem Canadian Cardiovascular Congress 2009 vor.

Die Wissenschaftler untersuchten 305 Herzpatienten, bei denen eine Angioplastie durchgeführt wurde. Bei dieser Maßnahme werden verengte oder verstopfte Blutgefäße erweitert. Dabei treten ähnliche Symptome wie bei einem Herzinfarkt auf. Patienten beider Geschlechter klagten über dieselben Beschwerden wie Brustschmerzen, Schmerzen im linken Arm, Kurzatmigkeit sowie Schweißausbrüche und Übelkeit. Frauen litten allerdings öfter an Hals-, Nacken- und Kieferschmerzen als Männer.

Bisher nahmen Mediziner an, dass bei Frauen weniger Symptome auf einen Herzinfarkt hindeuten als bei Männern. Nach Ansicht der Wissenschaftler trifft dies nicht zu, sondern Frauen und Männern kommunizieren einfach nur anders mit ihren Angehörigen und Ärzten. Da ein Herzinfarkt innerhalb von kurzer Zeit diagnostiziert werden muss, stellen Ärzte häufig geschlossene Fragen, auf die der Patient lediglich mit "ja" oder "nein" antworten muss. Männer beantworten diese Fragen direkt. Frauen hingegen nennen häufig zusätzliche Beschwerden - zumal sie meist schlicht nicht davon ausgehen, einen Herzinfarkt erlitten zu haben, und darum versuchen, andere Ursachen für ihr Leiden zu finden.

Das entpuppt sich nun als fataler Irrglauben, zumal die Wahrscheinlichkeit, an dem Infarkt zu sterben, bei Frauen um 16 Prozent höher ist als bei Männern. Die Forscher fordern daher, dass Ärzte ihre Patientinnen besser aufklären und sich gezielt auch nach anderen Beschwerden erkundigen sollten, um die Diagnose zu erleichtern.

Quelle: DDP/sdr

 
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