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panorama  dicke Zecke AP
  Foto: AP, AP
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Risiko-Areale dehnen sich seit Jahren aus: Mit dem Frühling kommen die Zecken

VON MARION DREISCHER - zuletzt aktualisiert: 21.03.2009 - 13:12

Düsseldorf (RPO). Zecken sind immer mehr auf dem Vormarsch und längst nicht mehr nur im Süden Deutschlands eine Gefahr. Die kleinen Blutsauger beherbergen die verschiedensten Erreger und übertragen diese durch Stiche. Zwar gibt es keinen sicheren Schutz, aber man kann dennoch einiges tun, um Zeckenstiche zu vermeiden.

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Die bekannteste durch Zeckenstiche ausgelöste Krankheit ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die bei Patienten zu einer Hirnhaut- oder Gehirn-Entzündung führen und tödlich enden kann. Zwar gibt es noch über 50 weitere Krankheiten, zum Beispiel Borreliose, die weltweit von Zecken übertragen werden können, aber nur gegen FSME gibt es eine Impfung.

Am besten lässt man sich bereits im Winter impfen, da zu dieser Zeit die Zeckengefahr am geringsten ist und man im darauf folgenden Frühjahr bereits einen guten Schutz besitzt. Denn die kleinen Blutsauger kommen bei Temperaturen von etwa acht Grad Celsius aus ihrem Winterschlaf und lauern vielerorts bereits jetzt auf Gräsern und Büschen.

Info
Die Zecke ist ein weltweit verbreiteter blutsaugender Parasit, der sich von Blut ernährt. Im Extremfall hängt sie bis zu 15 Tage an ihrem Wirt (Tiere und Menschen) und kann vollgesaugt bis zu 200 mal so viel wiegen, wie eine hungrige Zecke. Mit solch einer einzigen Blutmahlzeit kann sie mehrere Jahre überleben.

Wichtig ist, dass für eine komplette FSME-Impfung drei Injektionen benötigt werden, um eine so genannte Grundimmunisierung zu haben. Die ersten beiden Impfungen werden regulär im Abstand von ein bis drei Monaten durchgeführt, eine dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten verleiht dann einen Schutz für mindestens drei Jahre. Danach sollte man sich alle drei Jahre einer Auffrischimpfung zu unterziehen. In dringenden Fällen ist aber auch ein schneller Impfschutz möglich, der aus zwei Impfungen im Abstand von 14 Tagen besteht.

Nach dem Ausflug den Körper absuchen

Aber man kann noch mehr tun, um Zeckenstiche zu vermeiden. Naturliebhaber sollten sich bereits zuhause mit insektenabweisenden Mitteln einreiben und darauf achten, lange Kleidung – insbesondere lange Hosen und Socken – zu tragen und sich nicht im hohen Gras oder Unterholz aufzuhalten. Denn die Tierchen sitzen vor allem in der bodennahen Vegetation bis maximal anderthalb Meter Höhe auf Gräsern, Büschen oder halbhohen Bäumen. Nach dem Ausflug gilt: Den Körper nach Zecken absuchen, speziell an den Armen, in den Kniekehlen, am Hals und Kopf sowie im Schritt, da sich die kleinen Tiere gern an warmen und feuchten Stellen aufhalten.

Mittlerweile gibt es in Deutschland bereits in fast jedem Bundesland vereinzelt auftretende FSME-Erkrankungen. Die eigentlichen Risikogebiete sind jedoch in Süddeutschland, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Teilen von Thüringen und Hessen. Experten zufolge breiten sich die Zecken aber – und das ist neu – auch in der Höhe aus. So wurden in Tschechien und Österreich Zecken schon in 1500 Meter Höhe gesichtet; bislang galten 1000 Meter als Lebensgrenze für die Blutsauger. Deswegen ist eine Impfung längst nicht mehr nur für Urlauber sinnvoll, sondern Experten raten all jenen Menschen zur Schutzimpfung, die sich viel in der Natur aufhalten.

Kommt es dennoch einmal zu einem Zeckenstich, sollte der Laie das Tier keinesfalls einfach abziehen. Haben sich die Tiere schon festgesaugt, packt man sie mit einer spitzen Pinzette möglichst dicht an der Haut und hebelt sie heraus. Wer sich nicht sicher ist, die Zecke richtig entfernen zu können, sollte einen Arzt aufsuchen.


 
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