Dass Rauchen nicht gesund ist, wissen Raucher ohne Zahlen und Statistiken gelesen zu haben. Im Schnitt gibt ein Raucher zwischen 1.000 und 1.200 Euro im Jahr für Zigaretten aus. Doch es ist nicht nur das Geld: Raucher riskieren ihre Gesundheit. Wer aufhört, kann gesundheitlich schnell wieder an Qualität dazu gewinnen und minimiert verschiedene Risiken nachhaltig. Hier lesen Sie welche das sind und wie schnell sich der Körper regenerieren kann.
Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg; Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V., Bonn
Schwangerschaftsrisiko und Impotenz
Die Chancen, Nachwuchs zu zeugen - bei Männern - und auszutragen - bei Frauen - liegt deutlich besser, wenn nicht geraucht wird. Wer also vor und sogar während einer Schwangerschaft den Glimmstängel dauerhaft verbannt, senkt das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen deutlich.
Blutdruck sinkt
Nach 20 Minuten: Sinken Puls und Blutdruck auf normale Werte. Auch die Körpertemperatur in Händen und Füßen steigt auf normale Höhe. Hände und Füße sind bei Rauchern wegen der gefäßverengenden Wirkung meist kühler und schlechter durchblutet.
Sauerstoff-Spiegel steigt
Nach acht Stunden: Der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut sinkt und der Sauerstoffspiegel steigt wieder auf eine normale Höhe.
Herzinfarktrisiko sinkt
Nach 24 Stunden: Das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen, geht bereits nach einem Tag leicht zurück.
Geruchs- und Geschmackssinn kehren zurück
Nach 48 Stunden: Die Geruchs- und Geschmacksorgane verfeinern sich und man kann wieder besser riechen und schmecken, denn die Nervenenden beginnen, sich zu regenerieren.
Atemwege profitieren
Nach drei Tagen: Schon in der kurzen Zeit verbessert sich dir Funktion der Atemwege. Auch bei Menschen, die bereits unter einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung leiden (COPD) verlangsamt sich deren Verlauf und verlängert das Leben.
Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nimmt ab
Nach einer Woche: Der Blutdruck pendelt sich auf niedrigerem Niveau ein. Allerdings erst nach zwei Jahren hat ein Exraucher fast das gleiche Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen wie ein Nichtraucher. Auch Menschen, die medikamentös wegen Herz-Kreislauferkrankungen behandelt werden profitieren von einem Rauchstopp.
Kreislauf und Lunge profitieren
Nach zwei Wochen bis drei Monaten: Der Kreislauf stabilisiert sich. Die Lungenfunktion wird wieder besser.
Negative Auswirkungen auf die Atemwege nehmen ab
Nach einem bis neun Monaten: Hustenreiz, verstopfte Nasennebenhöhlen und Kurzatmigkeit nehmen ab. Die Lunge reinigt sich und transportiert über den Schleim Gifte ab. Die Infektionsgefahr nimmt ab, denn die Atemwege sind nicht ständig Reizen ausgesetzt.
Herz bekommt mehr Sauerstoff
Nach einem Jahr: Das Risiko eines Sauerstoffmangels des Herzmuskels sinkt auf die Hälfte des Risikos, das ein Rauchender trägt.
Risiko für Lungenkrebs nimmt ab
Nach fünf Jahren: Das Risiko an Lungenkrebs zu sterben, sinkt um beinahe die Hälfte. Das Risiko einen Herzinfarkt zu erleiden sinkt innerhalb von fünf bis 15 Jahren auf das eines Nichtrauchers. Das Krebsrisiko von Mundhöhle, Luft- und Speiseröhre ist nur noch halb so groß wie bei einem Raucher.
Krebsrisiko nimmt weiter ab
Nach zehn Jahren: Das Risiko Lungenkrebs zu bekommen sinkt weiter. Es ist nun nicht mehr höher als bei einem Nichtraucher. Zellen, die im Gewebe verändert sind, also eine Vorstufe eines Krebses sind, werden durch den Körper ersetzt durch funktionierende Zellen. Auch das Krebsrisiko für Mundhöhlen-, Luft- und Speiseröhren, Harnblasen-, Nieren und Bauchspeicheldrüsenkrebs sinkt.