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Zehn Fakten zum Chronischen Erschöpfungssyndrom
Der Leidensweg der Menschen, die am Chronischen Erschöpfungssyndrom (CFS) leiden, ist hart und oft einsam. Über die Erkrankung, ihre Ursachen ist wenig bekannt. Darum suchen Betroffene oft lange nach einem Mediziner, der ihnen in irgendeiner Form helfen kann. Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um das CFS.
Quelle: Helios Klinikum Schwerin; Fatigatio-Bundesverband CFS; Hans-Michael Sobetzko, Umwelt-, Betriebs und Sportmediziner, CFS-Portal
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Wie viele Menschen haben CFS?
Es gibt nur Schätzzahlen. Die für Deutschland basieren auf amerikanischen Schätzungen von 2006: Demnach waren nach Informationen der amerikanischen Gesundheitsbehörde "Centers of Disease Control and Prevention" rund vier Millionen Amerikaner betroffen. Der Fatigatio-Bundesverband CFS schätzt aufgrund dieser Zahlen die Erkrankungsrate in Deutschland auf 300.000 Menschen.
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Was sind die Symptome?
Ein Erschöpfungszustand, der länger als sechs Monate andauert, verbessert sich auch durch Ruhe nicht. Die Lebensqualität ist erheblich eingeschränkt. Hinzu kommen können: Konzentrationsschwierigkeiten, ein vermindertes Kurzzeitgedächtnis, Denkschwierigkeiten, Vergesslichkeit, Halsschmerzen, Muskelschmerzen, empfindliche Lymphknoten an Achseln und Hals, Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen ungekannter Art, Zustandsverschlechterung nach Anstrengung, Schlafstörungen,Nachtschweiß.
Mindestens vier der Symptome müssen dauerhaft vorhanden sein.
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Was sind die Ursachen von CFS?
Die Ursache des Chronischen Erschöpfungssyndroms liegt im Dunkeln. Es gibt jedoch verschiedene Hypothesen. So wird angenommen, dass neben einer genetischen Veranlagung Umweltfaktoren - wie zum Beispiel toxische Gifte - , ein geschwächtes Immunsystem, Störungen des Hormonsystems, Mangelzustände, psychische Faktoren oder auch Viruserkrankungen das Chronische Erschöpfungssyndrom auslösen können. In Zusammenhang mit CFS wird häufig der Eppstein-Barr-Virus genannt oder auch Enteroviren.
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Wer bekommt CFS?
In den USA sind fast 80 Prozent der Betroffenen Frauen. Die Mehrzahl der Patienten ist zwischen 25 und 45 Jahre alt. Eine Datenlage für Deutschland gibt es nicht. Doch hält der Bundesverband CFS fest, dass meist Menschen zwischen ihrem 20. und 60. Lebensjahr betroffen sind.
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Helfen Vitamin-Ergänzungen oder Diäten?
Die Meinungen dazu gehen auseinander. Es gibt keine Studien, die belegen, dass Diäten oder Nahrungsergänzungen die Beschwerden reduzieren. Dennoch helfen Vitamine und Spurenelemente oder eine Ernährungsumstellung manchen Betroffenen. Im Fokus sind vor allem Vitamin B1 und B12, Vitamin C und D, Magnesium und Eisen. Auch das Meiden toxischer Substanzen wie Alkohol und Tabak, aber auch Zucker kann bei manchen Patienten zur Besserung der Symptome führen.
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Kann CFS mit Hilfe von Labortests diagnostiziert werden?
Nein. Es gibt keine beweisenden Labortests oder objektivierenden Untersuchungen. Labortests sind derzeit nur dann sinnvoll, wenn man über sie andere Erkrankungen ausschließen möchte.
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Wie kann das Chronische Erschöpfungssyndrom diagnostiziert werden?
Um das Krankheitsbild ein- und abgrenzen zu können, müssen Mediziner das Pferd quasi von hinten aufsatteln. Per Ausschlussdiagnose versuchen sie Krankheiten mit zum Teil ähnlichen Symptomen auszuschließen. Ein Patient muss mindestens über einen Zeitraum von sechs Monaten an der schwerwiegenden Erschöpfung leiden. Weist er weitere vier Symptome auf, die in der so genannten Fokuda-Definition (siehe Symptome) genannt werden, gilt es als wahrscheinlich, an CFS erkrankt zu sein. Nur ein Arzt kann das diagnostizieren.
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Haben Allergiker ein höheres CFS-Risiko?
Einige CFS-Patienten haben Allergien in ihrer Krankengeschichte, so belegen verschiedene Studien. Darum schließt man Allergien als disponierenden Faktor nicht aus.
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Wie wird CFS behandelt?
Da man wenig über mögliche Ursachen der Krankheit weiß, fällt es entsprechend schwer, sie zu behandeln. Medikamente, die verschrieben werden, lindern darum lediglich die Symptome. Die Therapie richtet sich grundsätzlich danach, was den Patienten am meisten beeinträchtigt. So kann eine Ernährungsumstellungen helfen, ebenso aber auch die Gabe von Vitaminen und Spurenelementen, Physio- oder Schmerztherapie sowie die Gabe von Antidepressiva.
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Wo bekommt man Hilfe?
Der Hausarzt ist die erste Anlaufstation. Er kann einige Erkrankungen bereits mit Hilfe systematischer Diagnostik ausschließen. Er kann zu verschiedenen Fachärzten - wie Psychiatern, Psychologen, Internisten oder Umweltmedizinern weiterüberweisen.
Unterstützung findet man zudem beim
Fatigatio-Bundesverband CFS. Weiter reichende Informationen findet man auch unter:
http://www.cfs.virtuga.com.