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Experten mahnen: Deutschland liegt im internationalen Vergleich vorn, was das Röntgen angeht. Vor allem die besonders Strahlenintensiven Computertomographien haben in ihrer Anzahl zugenommen. Abgenommen hat durch wissenschaftlichen Fortschritt lediglich ihre Strahlungsintensität. Welche bildgebenden Verfahren gibt es? Wie stark ist die Strahlenbelastung bei welchen Röntgenverfahren?
Quelle: Strahlenschutzkommission, Bonn; Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgitter; Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
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Was sind Röntgenstrahlen?
Der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte sie Ende des 19. Jahrhunderts. Die elektromagnetischen Wellen durchdringen beim Röntgen den menschlichen Körper. Abhängig von der Beschaffenheit der einzelnen Organe und Knochen werden die Strahlen unterschiedlich abgeschwächt. Diese Tatsache machte sich Röntgen zunutze: Organe, die die Röntgenstrahlen nicht gut durchlassen, werfen auf dem Bild einen hellen "Schatten". und erzeugen, wenn sie auf der anderen Seite aus dem Körper austreten ein optisches Bild.
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Was ist eine Computertomographie?
Eine Computertomographie, kurz CT, erlaubt einen ganz detaillierten Blick in den menschlichen Körper. Es ist eine Schichtaufnahme einzelner Körperregionen. Oft sind auf ihnen Details besser zu sehen als auf einer herkömmlichen Röntgenaufnahme. Allerdings ist auch eine Menge mehr Strahlung nötig, um solche Bilder anzufertigen. Das CT ist für den Körper die belastendste Röntgenaufnahme.
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Was wird am meisten geröntgt?
Die Zähne (33 Prozent) und das Skelett (35 Prozent) werden am häufigsten geröntgt. Danach folgt mit 15 Prozent der Brustkorb.
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Welche Untersuchung ist am strahlungsreichsten?
Die Computertomographie ist am strahlungsreichsten. Am geringsten wird der Körper hingegen bei Zahnaufnahmen mit Strahlung belastet.
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Wie hoch ist die Strahlenbelastung beim Röntgen?
Die Strahlenbelastung des Patienten durch eine Röntgenuntersuchung ist in der Regel gering. Genaue Angaben kann dazu das Personal machen, das die Röntgenaufnahme anfertigt. Moderne Geräte bestimmen je nach Gewebestruktur, die durchleuchtet werden soll selbst wie hoch die Strahlung minimal sein muss, um eine qualitativ verwertbare Aufnahme zu bekommen. Die genaue Dosis hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der untersuchten Körperregion, dem Körperbau und Gewicht des Patienten oder von den notwendigen technischen Einstellungen.
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Wie stark ist die Strahlenbelastung beim CT?
Ausgehend von einem 70-75 Kilogramm schweren Patienten liegen die Strahlungsdosen in Millisievert im Mittel bei:
CT Schädel: 2-4
CT Wirbelsäule: 2-11
CT Brustkorb: 6-10
CT Bauchraum: 10-25
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Wie stark ist die Strahlenbelastung beim Röntgen?
Ausgehend von einem 70-75 Kilogramm schweren Patienten liegen die Strahlungsdosen in Millisievert im Mittel bei:
Röntgen Zahn: < 0,01
Knochendichtemessung: <0,01-0,3
Brustkorbaufnahme: 0,02-0,08
Gliedmaßen.: <0,01-0,1
Schädelaufnahme: <0,03-0,1
Mammographie: 0,2-0,6
Magen: 6-12
Darm: 10-18
Harntrakt: 2-5
Arteriographie und Interventionen: 10-30
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Was ist eine Positronenemissionstomographie?
Die Positronenemissionstomographie, kurz auch PET genannt, erlaubt einen Blick auf den Stoffwechsel. Der Patient bekommt radioaktiv markierten Traubenzucker oder andere Substanzen gespritzt, um Stoffwechselvorgänge im Körper sichtbar zu machen. Computer berechnen Bilder aus der Strahlung, die der Körper wieder abgibt. Wie stark oder wie schwach sich beispielsweise der Traubenzucker in der zu untersuchenden Körperregion anreichert, hängt von deren Stoffwechselaktivität ab. Auf diese Weise kann man z.B. Tumore sichtbar machen.
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Was ist ein Szintigramm?
Das Szintigramm gehört zwar auch zu den bildgebenden Verfahren, doch kommen hier keine Röntgenstrahlen zum Einsatz, sondern ähnlich wie auch bei der PET radioaktiv markierte Teilchen, die Patienten in die Blutbahn gespritzt werden. Eine spezielle Kamera oder ein Computer berechnen, wie viel Strahlung der Körper wieder abgibt.
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Was ist eine Magnetresonanztomographie?
Ein MRT, auch Kernspintomographie genannt, beruht nicht auf ionisierender Strahlung, sondern nutzt die Beeinflussbarkeit des Körpers durch Magnetfelder und Radiowellen. Der Mensch ist bei einem MRT also keiner Radioaktivität oder Strahlung ausgesetzt.
Mithilfe eines starken Magnetfelds und durch Radiowellen werden detaillierte Bilder des Körperinneren erzeugt. Bislang konnten durch den Einsatz von MRTs keine gesundheitschädigenden Faktoren festgestellt werden. MRTs eignen sich vor allem zur Darstellung von Weichteilen.
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Was ist eine Sonographie?
Auch das Ultraschall, oder Sonographie sowie Echographie, ist eines der bildgebenden Verfahren. Es ist deutlich preiswerter als andere sehr kostspielige Verfahren wie CT oder MRT und liefert mithilfe von Schallwellen Aufnahmen aus dem Körper. Es sind keine schädlichen biologischen Wirkungen beim Ultraschall bekannt.
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Strahlenbelastung aus Umwelt und Nahrung
Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt die durchschnittliche Belastung aus der Umwelt derzeit mit etwa insgesamt 2,1 Millisievert pro Jahr an. Strahlung nehmen wir aus der Umwelt auf, durch Lebensmittel, Raucher auch durch Zigarettenkonsum etc. Damit können die Werte der persönlichen Strahlenbelastung zwischen einem und zehn Millisievert schwanken.
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Wie hoch ist das Krebsrisiko, wenn man oft geröntgt wurde?
Viele Faktoren spielen eine Rolle, womit sich die Frage nicht pauschal beantworten lässt. Da jeder Mensch ohnehin verschiedener natürlicher Strahlenbelastung ausgesetzt ist, ist schon die Ausgangssituation für jede Person eine andere. Abhängig ist das persönliche Risiko zudem von der jährlichen Belastung, die durch notwenige Röntgenaufnahmen entsteht. Eine Röntgenaufnahme beim Zahnarzt ist weit weniger belastend, als eine Computertomographie, die als belastendsten für den Körper gilt, was ihre Strahlungsintensität angeht.
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Wozu ist der Röntgenpass da?
Der Patient sollte selbst darauf achten, dass er einen Röntgenpass führt, der Aufschluss darüber gibt, wann welche Röntgenaufnahme gefertigt wurde. Manchmal ist es gar nicht notwendig, eine neue Aufnahme zu machen.
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Wann ist Röntgen sinnvoll?
Zudem sollte man vor dem Gang zum Radiologen beim überweisenden Arzt nach dem erwarteten Ergebnis der Untersuchung erkundigen und ebenso nach den Behandlungsansätzen. Kommt es für einen Patienten nicht in Frage, eine Bandscheiben-OP durchführen zu lassen, kann dieser auch ohne Computertomographie weiter therapiert werden.