Foto: DAK/Schläger
Das Herz ist Taktgeber des Lebens. Es gibt kein Organ, das besser erforscht wäre. Es vollbringt eine unglaubliche Leistung, ohne dass wir uns dafür anstrengen müssten: 100.000 Mal schlägt es im Schnitt am Tag. Hier finden Sie die wichtigsten Fakten zum Herz.
Quelle: Deutsche Herzstiftung, Frankfurt a.M.; Deutsche Gesellschaft für Kardiologie, Düsseldorf; Prof. Dr. Thomas Meinertz, Direktor der Abteilung Kardiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, DAK, Hamburg; Techniker Krankenkasse, Hamburg
Foto: DAK/Schläger
Aufgabe des Herzens
Das Herz sorgt dafür, dass das Blut durch unseren Kreislauf befördert wird und alle Organe mit Sauerstoff, Nährstoffen und lebensnotwendigen Substanzen versorgt wird.
Foto: DAK/Schläger
Leistung des Herzens
Das Herz ist ein Hohlmuskel, der sich regelmäßig 60 bis 85 Mal in der Minute zusammenzieht und wieder erschlafft. Damit pumpt es sechs bis acht Liter Blut in der Minute durch unsere Blutgefäße.
Foto: DAK/Schläger
Normale Herzfrequenz
Bei einer normalen Herzschlagfolge schlägt es 60 bis 85 Mal in der Minute. In der Nacht sinkt die Herzfrequenz ab auf 45 bis 55 Schläge in der Minute.
Foto: DAK/Schläger
Herzrhythmusstörungen
Als Herzrhythmusstörungen bezeichnet man Unregelmäßigkeiten des normalen Herzschlags. Es können Geschwindigkeitsänderungen des Herzschlags sein, Unterbrechnungen oder zusätzliche Herzschläge. Per Diagnose mit dem Elektrokardiogramm (EKG) kann der Arzt klären, um welche Form von Rhythmusstörungen es sich handelt. Die meisten sind harmlos, sollten aber vom Arzt abgeklärt werden.
Foto: DAK/Schläger
Vorhofflimmern
Die häufigste Herzrhythmusstörung ist das Vorhofflimmern. Eine Million Menschen haben in Deutschland damit zu tun, 4,5 Millionen sind es in ganz Europa. Vorhofflimmern verursacht jährlich 30.000 Schlaganfälle.
Das Herz gerät dabei vollkommen aus dem Takt. Der Puls steigt auf bis zu 160 Schläge pro Minute und schneller. Statistisch gesehen steigt die Wahrscheinlichkeit für diese Form der Herzrhythmusstörung ab dem 50. Lebensjahr an.
Foto: DAK/Schläger
Herz- / Kreislauferkrankungen häufigste Todesursache
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland nach wie vor die häufigste Todesursache. Knapp 42 Prozent aller Todesfälle im Jahr 2009 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursacht. Rund 854.600 Menschen starben in Deutschland daran. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 1,2 Prozent.
Foto: DAK/Schläger
Plötzlicher Herztod
Etwa alle fünf Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch durch plötzlichen Herztod. In etwa 80 Prozent der Fälle wird der Herz-Kreislauf-Stillstand durch eine sehr schnelle Herzrhythmusstörung, zum Beispiel Kammerflattern oder Kammerflimmern - hervorgerufen.
Foto: DAK/Schläger
Herzinfarkt
Herzinfarkt bleibt Männersache: Pro 100.000 Einwohner und Jahr sterben in Deutschland 76 Männer an einem Herzinfarkt. Das sind rund 21,3 Prozent mehr als bei den Frauen. Im Krankenhaus behandelt werden wegen dieser Erkrankung 80 Prozent mehr Männer als Frauen. Drei Viertel aller Herzinfarktpatienten haben Bluthochdruck. Laut einer Forsa-Umfrage wissen jedoch von 100 nur drei, dass Menschen mit Bluthochdruck das höchste Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall tragen.
Foto: DAK/Schläger
Das gefährdet das Herz
Ein zu hoher Cholesterinspiegel ist einer der gefährlichsten Risikofaktoren für Herzerkrankungen. Bluthochdruck, Stress, zu wenig Schlaf, Bewegungsmangel und Übergewicht erhöhen ebenfalls das Risiko Herzprobleme zu bekommen. Gefährdet sind nach Studien besonders die Menschen, die am Bauch zu viele Pfunde mit sich herumtragen. Nach einer amerikanischen Studie steigert auch der regelmäßige Genuss von Energy-Drinks bei jungen Probanden den Blutdruck und die Herzfrequenz so stark, dass die US-Kardiologen klar vom Genuss dieser Getränke abraten.