Wer raucht, der verliert im Schnitt acht Jahre seines Lebens, so belegen Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Alle neun Sekunden stirbt nach Angaben der Waltgesundheitsorganisation WHO irgendwo auf der Welt ein Mensch an den Folgen des Rauchens. Sei es wie es wolle, klar ist auch, dass es nicht leicht ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Hier finden Sie zehn Tipps, die dabei helfen.
Quelle: Bundeszantrale für gesundheitliche Aufklärung, Berlin; Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg; Deutsche Krebshilfe, Bonn
Ein Datum muss her
Setzen Sie sich ein Datum innerhalb der nächsten drei Wochen, an dem Sie mit dem Rauchen aufhören wollen. Haben Sie dabei den Kalender im Blick, denn der Zeitpunkt sollte möglichst in eine stressfreiere Zeit fallen. Schlagen Sie sich selbst ein Schnippchen und nutzen Sie unvorhergesehene Ereignisse gerade nicht dazu, den Start für die Rauchentwöhnung zu verschieben, sondern direkt zu beginnen.
Nehmen Sie Hilfe in Anspruch
Nehmen Sie Hilfe in Anspruch: Das kann der Hausarzt sein oder auch anonyme Hilfe zum Beispiel am Rauchertelefon der Bundeszantrale für gesundheitliche Aufklärung. Das erreicht man Mo.- Do. von 10-22 Uhr und Fr.-So. zwischen 10 und 18 Uhr unter der Telefonnummer: 01805 / 31 31 31.
Bitten Sie die Familie un dFreund um Unterstützung.
Werfen Sie alle Rauchutensilien weg
Brechen Sie mit alten Gewohnheiten. Denn Rauchen hat viel mit Gewohnheit zu tun: Es sind immer die gleichen Situationen, in denen man zum Glimmstengel greift. Werfen Sie als erstes alle Rauchutensilien bedingungslos weg. Überlegen Sie, in welchen Situationen Sie routinemäßig rauchen, ohne darüber nachzudenken. Überlegen Sie sich für diese Situationen geeignete Alternativen: Zum Beispiel der Griff zu einem Apfel, einem Glas Wasser oder einem zuckerlosen Kaugummi.
Vermeiden Sie die typischen Situationen
Meiden Sie Orte und auch Menschen, die Sie zum Rauchen animieren. Sollte die Lust auf eine Zigarette kommen, versuchen Sie sich abzulenken: Sprechen Sie mit einem nichtrauchenden Freund, stürzen Sie sich in eine Aufgabe oder machen Sie Entspannungsübungen.
Denken Sie an die positiven Auswirkungen, die der Rauchstopp mit sich bringt: Schon nach 20 Minuten sinken Puls und Blutdruck auf normale werte. Nach acht Stunden steigt der Sauerstoff-Spiegel im Blut auf normale Werte. Schon nach 24 Stunden rauchfrei senkt sich das Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen.
Entzugserscheinungen - eine gemeine Falle
Rauchen ist eine Sucht. Der Körper hat sich an das Nikotin gewöhnt. Bekommt er es nicht, dann macht er durch Entzugserscheinungen wie Unruhe, Reizbarkeit und Unwohlsein darauf aufmerksam. Seien Sie stark! Diese Symptome gehen meist innerhalb weniger Minuten vorbei und verschwinden nach einigen Tagen ganz. Denken Sie an positive Effekte des Durchhaltens. Inerhalb von 48 Stunden verbessert sich der Geruchs- und Geschmackssinn deutlich, denn die Nervenenden beginnen schon sich zu regenerieren.
Nutzen Sie medikamentöse Unterstützung
Besonders starken Rauchern helfen Nikotinersatzprodukte wie Nikotinkaugummis, -lutschtabletten oder -pflaster die Entzugssymptome zu mildern. Neben diesen freu verkäuflichen Hilfen gibt es auch verschreibungspflichtige, die Ihnen der Hausarzt verordnen kann.
Ernährung im Blick
Achten Sie auf Ihre Ernährung! Nikotin beschleunigt den Stoffwechsel. Wer mit dem Rauchen aufhört, benötigt weniger Kalorien. Greifen Sie also bewusst zu Obst und Gemüse und bei Heißhunger auf Süßes zu zuckerfreien Produkten.
Bewegung hilft!
Gehen Sie an die frische Luft und treiben Sie Sport. Das macht den Kopf frei. Außerdem hebt Bewegung die Stimmung und entspannt.
Belohnung spornt an
Belohnen ist erlaubt, denn es spornt an, auch weiter durchzuhalten. Kaufen Sie sich anfangs ruhig jeden tag eine Kleinigkeit von dem Geld, das sie nun sparen, weil Sie es nicht mehr für Zigaretten ausgeben.
Über kleine Erfolge freuen
Sie können stolz auf sich sein: Der Ausstieg ist in Angriff genommen und Sie sind bislang stark geblieben. Denken Sie an die positiven Auswirkungen, die Ihre Entscheidung mit sich bringt: Nach zwei Wochen schon beginnt der Kreislauf sich zu stabilisieren und die Lungenfunktion verbessert sich. Hustenanfälle, Verstopfte Nasennebenhöhlen und Kurzatmigkeit gehen nach einem bis neun Monaten immer weiter zurück. Die Lunge reintigt sich und die Infektionsgefahr verringert sich.