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Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist zwar eine seltene aber dennoch sehr gefährliche Krebserkrankung, die nicht selten zum Tod führt. Da sie meist erst sehr spät diagnostiziert wird, ist im Schnitt nur einer von zehn Patienten nach fünf Jahren noch am Leben. Die Redaktion hat die wichtigsten Fakten über die gefährliche Krankheit für Sie zusammen getragen.
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Wie zeichnet sich Bauchspeicheldrüsenkrebs aus?
Nur selten führt der Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) zum völligen Ausfall der Bauchspeicheldrüsenfunktionen. Häufiger werden die Nachbarorgane Leber und Gallenblase beeinträchtigt.
Dadurch ist eine reguläre Verdauung nicht mehr gewährleistet, zusätzlich entzündet sich die Bauchspeicheldrüse.
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Wie viele und welche Menschen sind von der Krankheit betroffen?
Jährlich wird bei etwa einem von 10.000 Menschen in Deutschland ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse festgestellt. Betroffen sind vor allem Personen zwischen dem 60. und 80. Lebensjahr. Die Krankheit befällt Männer (6600) dabei häufiger als Frauen (6000 jährlich in Deutschland).
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Was sind die Ursachen von Bauchspeicheldrüsenkrebs?
Die Entstehungsursache ist noch weitgehend unbekannt. Es gibt jedoch Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung erhöhen. Dazu gehören Rauchen (3,5fach erhöhtes Risiko), übermäßiger Alkoholkonsum (2,5faches Risiko), Vorerkrankungen von Menschen, die sich einer Magenoperation unterziehen mussten (z.B. wegen eines Magengeschwürs) und Veränderungen der Erbsubstanz, die zum seltenen, vererbbaren Bauchspeicheldrüsenkrebs führen.
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Was sind mögliche Symptome?
Zu Beginn löst der Krebs bei den Betroffenen keine oder nur leichte Beschwerden wie beispielsweise gelegentliche Übelkeit aus.
Allgemeine Symptome sind Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Leistungsschwäche, Durchfall oder Juckreiz. Zudem kann die Erkrankung zu Rückenschmerzen führen, da sich die Bauchspeicheldrüse unmittelbar vor der Wirbelsäule befindet.
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Wie wahrscheinlich ist eine frühzeitige Diagnose?
Eine frühzeitige Diagnose wird durch die geringen Symptome im Anfangsstadium des Pankreaskrebses erheblich erschwert. Die meisten Patienten suchen erst dann den Arzt auf, wenn sie Symptome einer fortgeschrittenen Krebserkrankung haben, zum Beispiel eine Gelbsucht oder Oberbauchschmerzen.
Mehr als die Hälfte aller Patienten hat zum Zeitpunkt der Diagnose bereits Metastasen.
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Mit welchen Mitteln wird der Pankreaskrebs diagnostiziert?
Um Bauchspeicheldrüsenkrebs zu diagnostizieren, kommen neben der körperlichen Untersuchung vor allem bildgebende Verfahren wie Ultraschall und Computer-Tomographie zum Einsatz.
Wird dabei eine Krebserkrankung festgestellt, ist es wichtig, Stadium und Ausbreitung der Krankheit zu erkennen. Hierbei sind folgende Untersuchungen notwendig: Röntgenaufnahme, Magenspiegelung, Spiegelung von Gallen- und Bauchspeicheldrüsengängen, Kernspintomographie und Gewebepunktion.
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Wie wird die Erkrankung therapiert?
Da ein Pankreaskarzinom meist spät diagnostiziert wird, ist eine vollständige Heilung sehr oft nicht mehr möglich.
Ist der Krebs auf die Bauchspeicheldrüse beschränkt, wird sie in manchen Fällen vollständig oder teilweise operativ entfernt. Dieser chirurgische Eingriff wird nur in spezialisierten Kliniken vorgenommen. Auch Teile des Magens, Dünndarms und Gallensystems werden entfernt. Manchmal folgt eine Chemotherapie.
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Wie geht es nach der Therapie weiter?
Die Bauchspeicheldrüse bildet viele Enzyme und Hormone (u.a. Insulin). Nach der Entfernung der Bauchspeicheldrüse müssen diese Enzyme und Hormone gegebenenfalls von außen zugeführt werden.
War die operative Tumorentfernung nicht möglich, versuchen Mediziner, die Lebenserwartung durch Bestrahlung und Chemotherapie zu verlängern. Eine Heilung ist aber nicht mehr möglich.
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Wie sind die Prognosen?
Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine gefährliche Krebsart. Im Schnitt ist nur einer von zehn Patienten nach fünf Jahren noch am Leben. Ist der Krebs nicht mehr auf die Bauchspeicheldrüse beschränkt oder größer als ein Zentimeter, ist die Prognose schlecht. Das Pankreaskarzinom rangierte im Jahr 2000 an fünfter Stelle der Todesursachen und ist Ursache für etwa sechs Prozent aller Krebstodesfälle.
Die Überlebenschancen steigen, wenn der Krebs auf die Bauchspeicheldrüse beschränkt ist und rechtzeitig operiert wird.