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Cholera (gr.: Gallenbrechdurchfall) ist eine schwere, bakterielle Infektionskrankheit vorwiegend des Dünndarms, die durch das Bakterium Vibrio cholerae verursacht wird. Menschen sind für den Erreger der einzig relavante Wirt. Sie können längere Zeit in Küstengewässern überleben, die mit menschlichen Exkrementen verunreinigt sind.
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Die Krankheit ist im stammt aus dem Gangesdelta und breitete sich im
19. und 20. Jahrhundert in mehreren Pandemiewellen auf mehrere
Kontinente aus. Seit 1991 tritt Cholera vor allem in Südamerika (Peru
1991), Südostasien (Indonesien) und Afrika (mehrere Staaten Westund
Zentralafrikas 1998/99) auf. Länder mit niedrigem Hygienestandard
sind von der Cholera vermehrt betroffen. In Europa vereinzelte
importierte Cholerafälle.
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Die Erregeraufnahme erfolgt hauptsächlich über kontaminiertes
Trinkwasser oder Nahrungsmittel. Seltener ist die direkte Übertragung
von Mensch zu Mensch. Auch nach
durchgemachter Erkrankung können die Erreger noch einige
Wochen lang ausgeschieden werden.
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Die Inkubationszeit beträgt einige Stunden bis ca. fünf Tage.
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Die Erkrankung beginnt plötzlich mit Bauchschmerzen, Erbrechen
und Durchfall. Die unter Umständen massiven Durchfälle werden
zunehmend wässrig (Reiswasserstühle), es kann zu Flüssigkeitsverlusten
bis zu 20 l/Tag kommen. Die Patienten leiden unter starken
Wadenkrämpfen.
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Ohne Flüssigkeits- und Elektrolytsubstitution
trüben die Patienten zunehmend ein und es kann
zum Tod aufgrund von Nierenversagen und Kreislaufschock
kommen. Die Todesrate bei unbehandelten Erkrankung kann bis zu
60 Prozent betragen. Rasante Verläufe mit schwerer Dehydratation und
Tod innerhalb einiger Stunden sind möglich. Bei rechtzeitiger Flüssigkeits-
und Elektrolytsubstitution ist die Prognose gut.
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Die Cholera ist gemäß internationaler Vorschriften eine der vier
Quarantänekrankheiten. Wichtig ist eine sorgfältige Nahrungsmittelhygiene.
Seit einigen Jahren ist ein relativ gut wirksamer oraler
Cholera-Impfstoff verfügbar. Er hat vor allem Bedeutung zur Eindämmung
von Ausbrüchen, z. B. bei Hilfseinsätzen in aktuellen
Epidemiegebieten mit eingeschränkten hygienischen Bedingungen
(Krisenregionen, Flüchtlingslager). Wichtige Voraussetzung für die
Verhütung bzw. Eindämmung von Cholera-Epidemien ist die
Bereitstellung von sauberem Trinkwasser und die Verbesserung
der Sanitärverhältnisse.
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Die Cholera ist gemäß internationaler Vorschriften eine der vier
Quarantänekrankheiten. Es besteht Meldepflicht für Krankheitsverdacht,
Erkrankung und Tod sowie
für den direkten oder indirekten Erregernachweis.
Personen, die an Cholera erkrankt
sind oder den Erreger ausscheiden, dürfen nicht beschäftigt werden mit
dem Herstellen, Behandeln oder Inverkehrbringen von Lebensmitteln
in Küchen von Gaststätten oder sonstigen Einrichtungen mit
Gemeinschaftsverpflegung.
Quelle: Robert-Koch-Institut