"Mehr Sicherheit für Kinder" gefordert: Alle 18 Sekunden verletzt sich ein Kind
zuletzt aktualisiert: 20.09.2004 - 12:48Bonn (rpo). Kinder unter fünf Jahren sind bei Unfällen besonders gefährdet. Alle 18 Sekunden verletzt sich ein Kind in Deutschland so schwer, dass es ärztliche Behandlung benötigt. Dabei sind nach Einschätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft "Mehr Sicherheit für Kinder" viele Unfälle vermeidbar.
Anlässlich des Weltkindertages am 20. September hat die Bundesarbeitsgemeinschaft darauf hingewiesen. Unfälle sind demnach das Gesundheitsrisiko Nummer eins für Kinder und Jugendliche. Inzwischen sterben in Deutschland nach dem ersten Lebensjahr mehr Kinder an den Folgen von Unfällen als an Infektionskrankheiten oder an Krebs zusammen. Dabei könnten viele Unfälle vermieden oder die Folgen zumindest verringert werden, betonte die Experten.
"Viele Unfälle sind vermeidbar - vorausgesetzt, Eltern wissen mehr über Gefahrenquellen", erklärte die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft, Martina Abel. Häufigste Verletzungsursache seien Stürze, etwa von der Wickelkommode, vom Hochbett oder im Treppenhaus. Eine kinderfreundlich gestaltete Umwelt, der Gebrauch von Schutzkleidung oder Sicherheitsartikeln sowie sportliches Training könnten die Sicherheit der Kleinen deutlich erhöhen.
Mit der neuen Broschüre "Unfälle vermeiden" will die Bundesarbeitsgemeinschaft zusammen mit dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft das Bewusstsein der Öffentlichkeit für Gefahren schärfen und sie für Unfallverhütung im Kinderalltag sensibilisieren.
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