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Pin 1 wirkt auf Nervenzellen im Gehirn: Alzheimer: Gen korrigiert offenbar Schäden

zuletzt aktualisiert: 11.12.2003 - 15:04

Singapur (rpo). Für Millionen Menschen lautet die niederschmetternde Diagnose: Alzheimer. Ein Gen kann nach Entdeckung von Forschern in Singapur den Verlauf der Alzheimer-Krankheit offenbar aufhalten.

Das Gen mit dem Namen Pin 1 produziere Protein, mit dessen Unterstützung Verdrehungen in den Nervenzellen des Gehirns korrigiert würden, sagte der Wissenschaftler Liou Yih Cherng. Dies könne zu einer neuen Behandlung der Demenz-Krankheit führen.

In Deutschland leiden rund eine Million Menschen an der Alzheimer-Krankheit, die mit dem schleichenden Verlust der Persönlichkeit, der Gedächtnisleistung, des logischen Denkvermögens und der Sprache einher geht. Alzheimer schädigt das Gehirn über das Protein tau, dass Verdrehungen in den Nervenzellen bildet. In Experimenten an der Universität von Harvard habe sich gezeigt, dass Pin 1 tau entgegenwirken könne, sagte Cherng. Gesunde Gehirne enthielten viel Pin 1, bei einer Alzheimer-Erkrankung sei das nicht mehr der Fall.

Als im Tierversuch Mäusen das Pin-1-Gen entfernt worden sei, hätten sich die Nervenzellen im Gehirn der Tiere verändert, hieß es. An der Studie beteiligt waren auch Lu Kung Ping von der Harvard-Universität und Tony Hunter aus San Diego, die 1995 das Pin-1-Gen entdeckten.


 
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