Studie: Anti-Baby-Pille verringert sexuelle Bedürfnisse
zuletzt aktualisiert: 03.06.2005 - 06:21London (rpo). Der Gebrauch der Anti-Baby-Pille kann bei Frauen möglicherweise dauerhaft das sexuelle Verlangen verringern. Diesen Verdacht nährt eine Studie der Universität Boston an 125 jungen Frauen mit eingeschränkter Libido.
Vierteljährliche Untersuchungen ergaben, dass die Konzentration des so genannten Sexualhormon bindenden Globulins (SHBG) bei Nutzerinnen der Pille sieben Mal höher war als bei Frauen, die dieses Verhütungsmittel noch nie genommen hatten.
SHBG blockiert die Wirkung des Sexualhormons Testosteron und schwächt damit das sexuelle Verlangen. Auch bei denjenigen Frauen, die die Pille abgesetzt hatten, waren die Werte noch um das Drei- bis Vierfache erhöht, wie das Magazin "New Scientist" berichtet. Es bestehe die Möglichkeit, dass die Einnahme der Pille eine Frau für den Rest ihres Lebens prägen könne, warnte der Sexualforscher Irwin Goldstein auf einer Fachtagung in Washington.
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