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Deutsche konsumieren den meisten Alkohol: Das Land der Dichter und Trinker

zuletzt aktualisiert: 15.11.2007 - 08:21

Mannheim (RPO). In keinem anderen Land trinken die Leute so viel Alkohol wie in Deutschland. Dabei können die gesundheitlichen Folgen verheerend sein: Wie Forscher nun herausfanden, steigt mit der Höhe des Alkoholpegels auch das Krebsrisiko.

Der Pro-Kopf-Konsum reinen Alkohols ist in Deutschland mit zehn Litern im Jahr so hoch wie nirgendwo sonst in Europa. Dies teilte die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) am Montag mit. "Deutschland nimmt beim Alkoholkonsum eine traurige Spitzenposition ein", sagte Jürgen Rehm, Leiter des Dresdner Instituts für klinische Psychologie und Psychotherapie.

Nach DHS-Angaben sterben in Deutschland jährlich 23.000 Bundesbürger im Erwerbsalter an Alkoholkonsum, davon 18.000 Männer. Damit liege die Zahl der Alkoholtoten drei bis vier Mal über der Zahl der Verkehrsopfer.

Die Zahl der Rauschtrinker unter den Erwachsenen nahm laut DHS zwischen 2003 und 2006 um zehn Prozent zu. Als Kriterium gelten mehr als 5 Gläser Alkohol in kurzer Zeit. Dieses Trinkmuster legten bereits 34 Prozent der erwachsenen Bevölkerung an den Tag.

Die Folgen des hohen Konsums sind verheerend: So steigen die Risiken für Krebserkrankungen ab einer täglichen Dosis von 10 bis 12 Gramm bei Frauen und 20 bis 24 Gramm Alkohol pro Tag bei Männern erheblich, wie Rehm sagte. Diese Dosis entspreche einer Menge von einem beziehungsweise zwei Gläsern Rotwein. Bei einer Flasche Wein am Tag sei das Risiko, an Mund- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken, 18 Mal so hoch wie gewöhnlich. Würden zudem noch Zigaretten geraucht, steige das Risiko auf einen Faktor von 44.

Sechs bis acht Liter pro Kopf

Die DHS sieht als Ziel einen Pro-Kopf-Konsum von sechs bis acht Litern reinen Alkohols pro Jahr als realistisch an. Dadurch könnten die gesundheitlichen Schäden im Zusammenhang mit Alkoholkonsum um etwa 20 Prozent reduziert werden.

Rehm forderte eine gesonderte Steuer, die sich am Alkoholgehalt eines Getränks orientiere. Es sei nachgewiesen, dass ein höherer Preis den Konsum dämpfe. In Deutschland sei Alkohol außerdem europaweit mit am billigsten: "Wir müssen den Alkohol verteuern, um die gesundheitlichen Folgen und die Kosten für unser Gesundheitssystem beherrschbar zu machen", forderte er.

Die DHS warf der Alkohol-Lobby vor, die Gefahren von Alkohol massiv zu verharmlosen. Ein generelles Werbeverbot für Alkohol sei erforderlich. "Wir haben heute die Situation, dass viele Sportvereine ohne Alkoholwerbung nicht mehr existieren würden", sagte DHS-Geschäftsführer Rolf Hüllinghorst der AP. Dies sei ein unhaltbarer Zustand.

Die Folgen des hohen Konsums seien verheerend: So stiegen die Risiken für Krebserkrankungen ab einer täglichen Dosis von 10 bis 12 Gramm bei Frauen und 20 bis 24 Gramm Alkohol pro Tag bei Männern erheblich. Diese Dosis entspreche einer Menge von einem beziehungsweise zwei Gläsern Rotwein. Bei einer Flasche Wein am Tag sei das Risiko, an Mund- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken, 18 Mal so hoch wie gewöhnlich. Würden zudem noch Zigaretten geraucht, steigt das Risiko laut DHS auf einen Faktor von 44.

Quelle: ap

 
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