Blütenpollen: Der Frühling kommt - Allergiebelastung nimmt wieder zu
zuletzt aktualisiert: 17.03.2005 - 07:32Mönchengladbach (rpo). Wenn auch leicht verspätet, so scheint der Frühling jetzt doch Einzug gehalten zu haben. Die Temperaturen steigen, die Sonne scheint, die Pflanzen sprießen. Letzteres ist für manch einen Zeitgenossen aber gar nicht so positiv - die Allergiebelastung nimmt wieder zu.
Sobald sich die kühleren Temperaturen verabschiedeten, steige auch wieder die Belastung durch Blütenpollen und andere Umweltfaktoren, sagte die Beraterin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes, Anja Schwalfenberg, der Nachrichtenagentur ddp in Mönchengladbach.
Nach Angaben von Schwalfenberg leidet rund ein Drittel der Bevölkerung an Allergien, allein von Heuschnupfen seien rund 16 Prozent der Bevölkerung betroffen.
Zudem sei die Zahl der Allergiker in den vergangenen Jahren konstant gewachsen: Die Belastung durch Umwelteinflüsse nehme zu, darüber hinaus würden immer häufiger aggressive Pollen auftreten. Außerdem sei es nicht selten, dass Kindern von Allergikern die Veranlagung zu allergischen Reaktionen vererbt wird.
Schwalfenberg betonte zudem, dass auch im Frühjahr noch gegen bestimmte Pollenarten geimpft werden kann. Diese Kurzzeit-Hypo-Sensibilisierung sei bis zu einem Monat vor dem Auftreten der jeweiligen Pollen möglich, auf die ein Mensch allergisch reagiert.
Diese Behandlung sei zudem besser als das Kurieren an den Symptomen. So könnten sich Allergiker zwar auch mit Pillen, Nasenspray oder Tropfen gegen die Pollen-Invasion wehren. Diese reine Symptom-Bekämpfung beseitige jedoch nicht die Allergie als solche und könne zudem in Extremfällen zu allergischem Asthma führen.
Der Expertin zufolge fliegen derzeit vor allem Hasel- und Erlenpollen, die Belastung sei aber noch vergleichsweise gering. Informationen zu der Pollenbelastung gibt es auf unserer Wetterseite.
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