Acht Prozent weniger Risiko: Die Pille schützt vor Herzproblemen
zuletzt aktualisiert: 29.10.2004 - 11:40Philadelphia (rpo). Die Anti-Baby-Pille verhindert offenbar nicht nur unerwünschte Schwangerschaften, sondern auch Herzerkrankungen. Das zeigt die Analyse einer amerikanischen Studie. Bisher waren zahlreiche Forscher davon ausgegangen, dass die Pille eher eine Belastung für das Herz bedeutet.
Forscher der Wayne-State-Universität in Detroit hatten die große Frauengesundheitsstudie analysiert - jene Untersuchung, die auf die gesundheitlichen Schäden der Hormonersatztherapie (HRT) aufmerksam gemacht hatte. Die Auswertung der Daten von insgesamt 162.000 Frauen ergab, dass die Pille das Risiko für Herzerkrankungen um durchschnittlich acht Prozent senkt. Der Schutzeffekt wurde jedoch nur bei den Frauen festgestellt, die diese Verhütungsmethode länger als ein Jahr benutzten.
Untersuchungsleiter Rahi Victory, der das Ergebnis auf einer Konferenz in Philadelphia vorstellte, vermutet, dass das in der Pille enthaltene Hormon Östrogen die Blutgefäße schützt und Ablagerungen in den Gefäßen verhindert.
Rätselhaft scheint allerdings, warum Östrogen als Bestandteil der Hormonersatztherapie die Gefahr für Herzerkrankungen erhöht. Victory erklärt dies in dem Magazin "Nature" mit dem Altersunterschied zwischen den Frauen, die die Anti-Baby-Pille einnehmen, und jenen, die die Hormonersatztherapie gegen Wechseljahre-Beschwerden nutzen.
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