Eingeschleppte Fälle: Diphterie-Impfung weiter wichtig
zuletzt aktualisiert: 22.02.2006 - 09:27München (rpo). In Westeuropa wird die Diphterie zwar immer seltener, dennoch schleppen Reisende die Krankheit zuweilen ein. Der Bundesverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in München warnt davor, die Vorsorge auf die leichte Schulter zu nehmen. Da sich die Diphterie in Osteuropa ausrbreite, sei eine Impfung zur Vorsorge der beste Schutz.
Am häufigsten ist laut BVKJ die Rachendiphtherie. Über Speicheltröpfchen oder Hautkontakt verbreiten sich die Bakterien insbesondere im Herbst und Winter und führen zu einem entzündeten Nasen-Rachen-Raum. Ein wie ein Häutchen aussehender Belag überzieht im Verlauf der Krankheit den Rachen. Diese "Pseudomembran" kann die Atmung und das Sprechen behindern und zu lebensgefährlichen Erstickungsanfällen führen. Vor allem bei Kindern und älteren Menschen nimmt die Krankheit einen schweren oder tödlichen Verlauf.
Eine Grundimmunisierung gegen Diphtherie erhält ein Säugling bei einer viermaligen Impfung mit einem Sechsfachimpfstoff zwischen dem 3. und dem 15. Lebensmonat. Im sechsten Lebensjahr empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut in Berlin eine weitere Diphtherie-Impfung, die in Kombination mit Tetanus und seit Januar auch mit Keuchhusten verabreicht wird. Zwischen dem 11. und 18. Lebensjahr sollte der Impfschutz dann aufgefrischt werden, danach alle zehn Jahre.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum




