Schutz vor UV-Strahlung: EU-Kommission will "Sunblocker" verbieten
zuletzt aktualisiert: 04.05.2006 - 17:10Brüssel (rpo). Das schöne Wetter bringt auch eine Reihe Probleme mit sich. Eines davon: Wie schütze ich meine Haut wirksam gegen die Sonne? Damit die Wahl der Sonnencreme künftig leichter fällt, will die EU-Kommission Angaben über den Schutzfaktor europaweit vereinheitlichen. Dabei sollen auch verwirrende Begriffe wie "Sunblocker" verboten werden.
Der Begriff "Sunblocker" sei irreführend, weil es den hundertprozentigen Schutz vor Sonnenstrahlen nicht gebe, begründete die Brüsseler Behörde ihren Vorstoß am Donnerstag.
Besonders bemängelt die EU-Kommission, dass sich der gängige "Lichtschutzfaktor" hauptsächlich auf die UVB-Strahlung bezieht, die den Sonnenbrand verursacht. Über den Schutz gegen die Hautkrebs verursachende UVA-Strahlung indes gebe der Faktor keine Informationen.
Zudem gebe es bislang keine einheitlichen Testverfahren, um die Stärke des UVA-Schutzes bei unterschiedlichen Produkten zu vergleichen. Von 2007 an sollen die Angaben deshalb genormt und einfach verständlich sein.
Dies sei allerdings nur eine Empfehlung an die Industrie, sagte Kommissionssprecher Gregor Kreuzhuber. Die Branche sehe aber, "dass wir einen Punkt haben und dass wir etwas ändern müssen". Laut EU-Kommission wurden 2004 in Europa Sonnenschutzmittel im Wert von 1,3 Milliarden Euro verkauft. Der Markt wachse stetig. Den Markt beherrschen europäische Unternehmen, nur zwölf Prozent der Produkte werden in die EU importiert.
Grundsätzlich betonte die EU-Kommission, dass Sonnencreme nur eines von mehreren Instrumenten sei, sich vor der Sonne zu schützen. Sonnen in der Mittagshitze sollte vermieden, schützende Kleidung, Hüte und Sonnenbrillen getragen und Säuglinge und Kleinkinder sollten erst gar nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden.
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