Schlechte Noten: Experten warnen vor Apfelschorlen
zuletzt aktualisiert: 26.04.2007 - 09:16Berlin (RPO). Fertige Apfelfruchtsaftgetränke (Apfelschorlen) halten oft nicht, was die Hersteller versprechen. Bei einer Überprüfung der "Stiftung Warentest" schnitten 13 von 19 Getränke nur mit "mangelhaft" ab. Die Verfasser raten, Schorlen besser selbst zu mischen.
Die Tester raten in ihrem aktuellen Heft "test" (Ausgabe 5/2007) deshalb, Wasser und Fruchtsaft je zur Hälfte selbst zu mischen. Das sei natürlicher, schmecke nicht so süß und koste mit "gutem" Apfelsaft nur 25 Cent pro Liter. Das beste Fruchtsaftgetränk in dem Test schnitt hingegen nur "befriedigend" ab und kostete 40 Cent je Liter. Mit "gut" oder "sehr gut" wurde keines der Getränke bewertet.
Schuld an dem schlechten Ergebnis sei vor allem die schlechte Aromaqualität gewesen. Die Tester fanden oft entweder gar kein Apfelaroma oder zu wenig davon. Dafür wurde umso häufiger apfeluntypisches Fremdaroma festgestellt. Das dürfen die Hersteller zwar zur Abrundung einsetzen, aber es muss natürlich und dem Apfelaroma ähnlich sein.
Apfelfruchtsaftgetränke müssen nach dem Deutschen Lebensmittelbuch außerdem mindestens 30 Prozent Apfelsaft enthalten.
Auch Kalorien lassen sich mit den Fruchtsaftgetränken im Vergleich zu Apfelsaft nicht sparen. Das liegt der Stiftung Warentest zufolge an den zugesetzten Süßungsmitteln, die zum Teil ausgesprochene "Billigsüßer" seien. Vier Apfelfruchtsaftgetränke im Test enthielten Süßstoffe und seien dadurch deutlich kalorienärmer.
Als Durstlöscher seien aber auch sie nicht zu empfehlen. Verbraucher sollten sich vor allem an den ADI-Wert halten, da die Wirkung dieser Stoffe nicht vollends geklärt sei. ADI steht für Acceptable Daily Intake, den vertretbaren täglichen Verzehr. Vor allem bei Kindern sollte darauf geachtet werden, dass dieser Wert nicht überschritten wird.
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