Internationale Studie: Fluglärm lässt den Blutdruck steigen
zuletzt aktualisiert: 14.01.2008 - 16:36Berlin (RPO). Nachtfluglärm kann Bluthochdruck auslösen. Das geht aus einer von der Europäischen Kommission geförderten internationalen Studie hervor, an der 5000 Anwohner der Flughäfen Amsterdam, Athen, Berlin, London, Mailand und Stockholm teilgenommen hatten.
Ermittelt wurden die Wirkungen des Flug- und Staßenverkehrslärms auf die Gesundheit, wie das Umweltbundesamt am Montag mitteilte.
Die nächtliche Lärmbelastung der Testpersonen lag bei 30 bis 60 Dezibel. In diesem Schallpegelbereich erhöht schon ein Anstieg des Fluglärmpegels um zehn Dezibel das Risiko für Bluthochdruck um rund 14 Prozent. Frauen und Männer sind den Angaben zufolge gleichermaßen betroffen. Zu Vergleichszwecken wurden auch Personen befragt, die keinen wesentlichen Lärmbelastungen ausgesetzt waren.
Da für den Flughafen Berlin-Tegel ein Nachtflugverbot herrscht, stellen sich die Ergebnisse etwas anders dar: Hier ist es vornehmlich die Tageslärmbelastung (gemessen zwischen 6.00 und 22.00 Uhr), die mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck einhergeht. Im Schallpegelbereich von 45 bis 70 Dezibel führt den Angaben zufolge ein Anstieg des mittleren Straßenverkehrslärmpegels um zehn Dezibel dazu, dass das Bluthochdruck-Risiko um etwa zehn Prozent steigt. Dies betrifft vor allem Männer.
Die Forscher stellten überdies fest, dass sich die Menschen bei gleicher Schallbelastung durch Fluglärm stärker gestört fühlen, als aus früheren Untersuchungen bekannt.
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