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Rauch der Wasserpfeife vielschädlicher als Zigaretten: Forscher: 20 Mal so viele Teerstoffe werden inhaliert

zuletzt aktualisiert: 12.03.2003 - 13:18

Münster (rpo). Wer Wasserpfeife raucht, konnte sich bislang einbilden, gesünder zu leben als Zigarettenraucher. Ab jetzt hat er aber die Gewissheit, dass dem absolut nicht so ist.

Wie der Sozialmediziner Prof. Ulrich Keil von der Universität Münster am Mittwoch mitteilte, liefern Zigarette und Wasserpfeife dem Raucher zwar dieselbe Menge an Nikotin. Wasserpfeifen-Raucher inhalierten aber mehr Kohlenmonoxid und fast 20 Mal mehr Teerstoffe und damit Krebs erregende Substanzen. Neben der Region des östlichen Mittelmeeres nehme das Wasserpfeife-Rauchen auch in westlichen Regionen wie in den USA weiter zu, ergänzte Keil, der das Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster leitet.

Das Institut ist am geplanten Aufbau eines Zentrums für Tabakforschung an der Universität von Aleppo, der zweitgrößten Stadt Syriens, beteiligt. Dabei handelt es sich nach Hochschulangaben um ein Projekt von Wissenschaftlern aus den USA, Syrien und Münster auf dem Gebiet der Tabakforschung in ärmeren Ländern.

Weltweit führe der Tabakkonsum jährlich zu fünf Millionen Todesfällen, darunter 70 Prozent in armen Staaten. Bis zum Jahr 2025 werden jährlich zehn Millionen Tote durch Rauchen weltweit prognostiziert. Ziel des Zentrums in Aleppo ist zunächst eine Analyse der regionalen Verhaltensweisen beim Tabakkonsum. Danach sollen spezielle Raucherentwöhnungsprogramme entwickelt werden.


 
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