Studie mit 500.000 Teilnehmern: Forscher: Milch gegen Darmkrebs
zuletzt aktualisiert: 07.07.2004 - 11:11Bethesda (rpo). Wer bei seiner Ernährung auf viele kalziumhaltige Milchprodukte achtet, der kann sein Darmkrebsrisiko erheblich senken. Das ergab eine internationale Studie mit einer halben Million Teilnehmern.
Demnach reduziert sich das Risiko schon bei einem Glas Milch pro Tag deutlich, berichten die Forscher um Eunyoung Cho von der Harvard-Universität in Boston in der Fachzeitschrift "Journal of the National Cancer Institute" (Bd. 96, S. 1015).
Schon lange ist bekannt, dass die Ernährung die Entstehung von Darmkrebs beeinflussen kann. So gilt beispielsweise eine ballaststoffarme Kost als entscheidender Risikofaktor. Auch von Kalzium vermuten Mediziner schon länger einen Einfluss auf die Krebsentstehung.
Im Tierversuch gelang es bereits, die Darmkrebsrate durch eine Erhöhung des Kalziumgehalts in der Nahrung deutlich zu vermindern. Ob eine erhöhte Kalziumzufuhr jedoch auch beim Menschen diesen Effekt hat, konnte bislang nicht nachgewiesen werden.
Die Ergebnisse der Wissenschaftler bestätigen jetzt diese Vermutung: Eine tägliche Kalziummenge von 1000 Milligramm oder mehr senkte das Darmkrebsrisiko bei Frauen um 15 und bei Männern um 10 Prozent.
Bezogen auf den Hauptkalziumlieferanten in der Nahrung, die Milchprodukte, fanden die Forscher ebenfalls einen positiven Zusammenhang: Menschen, die 0,2 Liter Milch oder eine entsprechende Menge Milchprodukte täglich zu sich nahmen, hatten bereits ein um 12 Prozent niedrigeres Darmkrebsrisiko als solche, die weniger als 70 Milliliter pro Tag konsumierten.
Mehr als ein Glas Milch täglich senkt das Risiko um 15 Prozent.
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