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Mehr Infarkte während der WM: Fußball gucken schädlich fürs Herz

zuletzt aktualisiert: 22.01.2008 - 14:37

München (RPO). Fußball-Gucken kann gefährlich sein. Dramatische Spielszenen lösen nämlich bei gestressten Fans vermehrt Herzinfarkte aus. So schnellten während der WM 2006 die Zahl der Infarkte in die Höhe.

Für die Fans können Fußballspiele schwere gesundheitliche Folgen haben.  Foto: AP, AP
Für die Fans können Fußballspiele schwere gesundheitliche Folgen haben. Foto: AP, AP

Die Auswertung von Notarzteinsätzen bei der Weltmeisterschaft 2006 zeige ein deutlich höheres Risiko für Herzinfarkt oder Rhythmusstörungen, teilte die Universitätsklinik München am Dienstag mit. Die lange diskutierte Rolle von emotionalem Stress als Auslöser von Herzinfarkten sei damit damit statistisch bewiesen.

Die Uniklinik hatte die Notarztprotokolle von Kliniken, Boden- und Luftrettung aus München und Umgebung während der WM-Spiele der deutschen Nationalelf ausgewertet und mit Zahlen von 2003 und 2005 verglichen. Einzelheiten der Studie wollen die beteiligten Ärzte bei einer Pressekonferenz am 31. Januar mitteilen.

Die Sanitäter in den WM-Stadien rückten während eines Spiels durchschnittlich 100 Mal aus, um Spielern oder Zuschauern zu helfen. Das waren laut Deutschem Rotem Kreuz doppelt so viele Einsätze wie bei einem Bundesligaspiel. Herz-Kreislauf-Beschwerden kamen am häufigsten vor. Fünf Prozent der Patienten mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Quelle: ap

 
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