Bei ersten Hautveränderungen: Gürtelrose - Schnell zum Arzt
zuletzt aktualisiert: 03.03.2005 - 09:34Euskirchen (rpo). Im dichten Nervengeflecht entlang der Wirbelsäule schlummert bei vielen Menschen eine tickende Zeitbombe: der Windpockenvirus. Glücklicherweise wird er bei vielen nie wieder aktiv, bei einigen jedoch löst er eine schmerzhafte Gürtelrose aus. Zeigen sich die ersten Anzeichen, ist ein schneller Arztbesuch angeraten.
Gaeauf hat der Berufsverband der Deutschen Dermatologen hingewiesen. Diese Bläschenerkrankung der Haut tritt überwiegend bei älteren oder Immungeschwächten Menschen auf, aber auch Kinder und Erwachsene zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr können betroffen sein.
Früh behandelt kann eine Gürtelrose mit Medikamenten bekämpft werden. Antivirale Tabletten sind allerdings nur innerhalb der ersten 48 bis 72 Stunden nach Auftreten erster Hautveränderungen wirksam.
Bei rechtzeitiger Behandlung sind sie in der Regel nach drei bis vier Wochen abgeheilt. Deshalb ist es wichtig, erste Anzeichen richtig zu deuten und gleich einen Arzt aufzusuchen.
"Etwa ein bis vier Tage vor Auftreten der ersten Hautveränderungen können Schmerzen in dem betroffenen Hautsegment auftreten, begleitet oft auch von Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit und leichtem Fieber", erklärt der Hautarzt Erik Senger aus Rödermark.
Innerhalb von Stunden entstehen aus roten Flecken kleine Knötchen, an deren Spitze sich Bläschen bilden. Im weiteren Verlauf bilden sich Eiterbläschen, die nach zwei bis drei Wochen als Krusten abfallen. Häufig ergibt sich ein Verteilungsmuster, das an einen halben Gürtel erinnert.
Gefürchtet, weil äußerst schmerzhaft und langwierig, ist als Folgeerkrankung die postherpetische Neuralgie. Ein erhöhtes Risiko haben Menschen über 50 Jahre, Patienten mit Schmerzen vor Beginn des Hautausschlags sowie Patienten mit Befall des Augenbereiches oder mit starken Schmerzen im Bläschenstadium der Gürtelrose.
Die postherpetische Neuralgie kann sich über Monate oder Jahre erstrecken und bedeutet den Angaben nach für den Betroffenen häufig eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität und eine starke seelische Belastung.
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