Studien: Handy-Verbot in Krankenhäusern ist unnötig
zuletzt aktualisiert: 21.06.2006 - 13:17Baierbrunn (rpo). Handy-Verbote in Kliniken sind aus wissenschaftlicher Sicht kaum zu begründen. Zwei unabhängige Studien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass Mobiltelefone Klinikgeräte schon in einem Meter Entfernung nicht mehr stören.
Das berichtet die "Apotheken Umschau" unter Berufung auf Studien der amerikanischen Mayo-Klinik und der Universität Gießen. Demnach beeinflussen Mobiltelefone bereits in einem Meter Abstand Klinikgeräte nicht mehr. In der medizinischen Hochschule Hannover wurde das Handyverbot demnach bereits aufgehoben.
Experten hatten in der Vergangenheit vor einem Einsatz der Mobiltelefone an Kliniken vor Störungen an lebenswichtigen Geräten etwa in Operationssälen und Intensivstationen gewarnt. In der Folge könnten Patienten zu Schaden kommen. Kritiker vermuteten dagegen, dass das Verbot eher dem Zweck dient, die oft nicht ganz billigen Festnetztelefone der Kliniken auszulasten, an denen die Betreiber verdienen.
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