Geburtenrückgang: Immer weniger Erstklässler
zuletzt aktualisiert: 09.11.2007 - 13:25Wiesbaden (RPO). Weil es in Deutschland immer weniger Babys gibt, geht auch die Zahl der Erstklässler zurück. Das belegen auch die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes: Mit rund 790.000 Kindern begannen in diesem Jahr 3600 weniger als im Vorjahr mit der Schule.
Bis 2015 werde ein weiterer Rückgang der Schulanfänger um rund zwölf Prozent erwartet. Während in den neuen Ländern Experten zufolge die Zahl der ABC-Schützen annähernd gleichbleiben wird, rechnet man im früheren Bundesgebiet mit einer Abnahme von rund 14 Prozent in diesem Zeitraum.
Mehr Schulanfänger als im Vorjahr gab es 2007 laut Statistik nur in Hamburg, Sachsen, Thüringen, Schleswig-Holstein und Nordrhein- Westfalen. Im letztgenannten Bundesland sei der Zuwachs auf die Verschiebung des Stichtages für den Beginn der Schulpflicht zurückzuführen.
Die Auswirkungen von Änderungen der Einschulungsregelungen durch die Kultusbehörden oder von vorzeitigen Einschulungen auf Wunsch der Eltern sind auch am Anteil der Sechsjährigen ablesbar, die bereits die Schule besuchen. Dieser Wert schwankte im Schuljahr 2006/07 zwischen den Bundesländern sehr stark: Die Spanne reicht von 46,4 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 48,7 in Sachsen bis zu 66,3 in Brandenburg und 96,9 in Berlin. Bundesweit betrug der Anteil der Sechsjährigen 59,4 Prozent. Vor zehn Jahren lag er noch bei fast 45 Prozent.
Der ganz überwiegende Teil der Erstklässler in diesem Schuljahr begann den Unterrricht in Grundschulen (95,6 Prozent). Lediglich 3,3 Prozent der Kinder wurde in Förderschulen, 0,8 Prozent in Freien Waldorfschulen und 0,3 Prozent in Integrierten Gesamtschulen eingeschult. Jungen wurden dabei mit 4,1 Prozent deutlich häufiger als Mädchen (2,5) in Förderschulen eingeschult.
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