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Erfolg: Impfkampagne reduziert Masern-Sterblichkeit

zuletzt aktualisiert: 10.03.2006 - 07:20

Genf (rpo). Die Zahl der Maserntoten in den Entwicklungsländern konnte in den letzten Jahren um fast die Hälfte reduziert worden. Der Erfolg konnte durch eine weltweite Impfkampagne erreicht werden, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO und das UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) am Freitag mitteilten.

Im Rahmen der globalen Initiative von 1999 bis 2004 wurden eine halbe Milliarde Kinder gegen die hoch ansteckende Krankheit geimpft. Dadurch seien die Masern-Todesfälle um 48 Prozent zurückgegangen. Noch 1999 starben rund 871.000 Menschen an den Folgen der Kinderkrankheit, im Jahr 2004 waren es nur noch rund 454.000. WHO-Chef Lee Jong-wook sprach von einem "herausragenden Erfolg des öffentlichen Gesundheitssektors".

In den Ländern südlich der Sahara gingen die Masern-Todesfälle den Angaben zufolge um 60 Prozent zurück. Weniger erfolgreich war die Kampagne demnach in Südasien. WHO und UNICEF streben in dieser Region nun eine Impfabdeckung von bis zu 90 Prozent an. Die Masern sind in den industrialisierten Ländern eine lästige, aber nur selten tödliche Kinderkrankheit. In Kombination mit Unterernährung oder Vitaminmangel können aber Komplikationen wie Lungen- oder Hirnhautentzündung entstehen, die mitunter zum Tode führen können. In den Entwicklungsländern seien die Masern bei Kindern immer noch eine der häufigsten Todesursachen, sagte UNICEF-Direktorin Ann Venemann. Betroffen seien vor allem Kinder unter fünf Jahren.

Quelle: afp

 
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